Kreativ Termin am 4. August als Vorbereitung auf den Anti-Atom-Treck am 20. Oktober

Liebe FreundInnen, MitstreiterInnen und Aktive,

die Vorbereitungen für unseren Anti-Atom-Treck sind angelaufen. Am Samstag, 20. Oktober 2018 wollen wir mit einem bunten und lautstarken Treck vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter-Lebenstedt zur neu gegründeten Bundesgesellschaft für Endlagerung GmbH (BGE) in Peine ziehen - unter dem Motto ASSE leerräumen – KONRAD aufgeben!  Unseren Protest aus der Region „Weltatomerbe Braunschweiger Land“ wollen wir nun deutlich sichtbar und kreativ gestalten.

Am Samstag, 04.08.2018 wollen wir den Treck bei unserem Kreativ-Termin fantasievoll vorbereiten, mit aussagestarken Transparenten, Fässern, Fahrzeugen und und und … SEI DABEI! Mit Deiner Kreativität, Deiner Zeit, Deiner Energie und Geschick, für Fässer, die anzumalen sind, mit Ideen für unsere Treck-Fahrzeuge. Protest ist nicht nur eine ernste Sache, sondern macht auch Spaß – die Vorbereitung dafür auch.

Mach‘ mit, mal‘ mit, schaff‘ mit!

Wann? Am Samstag, den 4. August von 11 bis 17 Uhr

Wo?  Salzgitter Bleckenstedt, Hof von Ludwig Wasmus / Bleckenstedter Straße 37.

Vorbereitung: Alte Klamotten, die auch Farbkleckse vertragen und Handschuhe

Versorgung und kulinarische Stärkung:  Für kalte und warme Getränke ist gesorgt.
Einige Aktive haben schon leckere Sachen für ein kreativ-stärkendes Büfett zugesagt; das Büfett kann gerne noch bereichert werden.

Infos bei Bedarf im Konrad-Haus info@ag-schacht-konrad.de
Homepage http://www.anti-atom-treck.de/

Herzliche Grüße
Steffi für den
Trägerkreis Anti-Atom-Treck 2018

Mehr Mitarbeiten: Unsere Vorbereitungstreffen für den Anti-Atom-Treck finden ansonsten 14-tägig im Umweltzentrum Braunschweig (Hagenbrücke 1/2, Eingang Reichsstraße) statt. Das nächste Treffen ist am Montag, den 23. Juli um 18 Uhr. Wir freuen uns auf Unterstützung durch aktive und kreative Menschen.

Radioaktives Jod in Braunschweiger Wohngebiet: Erneute Freisetzung bei Zwischenfall unvermeidbar

- Pressemitteilung -

Reaktion der BISS auf die Antwort der Landesregierung zu den Fragen von Bündnis90/Die Grünen zum Störfall bei GE HealthCare Buchler am 22. November 2017

EDIT 10.07.2018: Zum selben Thema gibt es auch eine Pressemitteilung von Bündnis 90 / Die Grünen.

Radioaktives Jod in Braunschweiger Wohngebiet: Erneute Freisetzung bei Zwischenfall unvermeidbar

Die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (Drs. 18/1215) lässt Fragen offen. Zwei Dinge werden hingegen deutlich: Erstens hätte der Störfall durch die Verwendung eines vorhandenen speziellen Transporttabletts verhindert werden können; dies sei jedoch unterblieben. Zweitens wäre bei einem erneuten Störfall mit radioaktivem Material, einschließlich der Möglichkeit eines auslegungsüberschreitenden Störfalls, eine weitere Freisetzung zwangsläufig.

Hintergrund: Im vergangenen November war es am Braunschweiger Atomstandort zu einem Störfall gekommen, bei dem Radioaktivität in das angrenzende Wohngebiet freigesetzt wurde. In der Produktionsabteilung war ein Atommüllbehälter, der mit hochradioaktivem Jod-131 gefüllt war, beschädigt worden.

Peter Meyer, Sprecher der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS): „Die Landesregierung spricht davon, dass eine vollständige Rückhaltung der Radioaktivität bei Störfällen unmöglich ist. Die Auskunft klingt, als habe man nicht vor, an erkennbar mangelnden technischen Rückhaltevorrichtungen etwas zu ändern. Wieso verfügt ein Raum, in dem offenbar planmäßig mit radioaktivem Jod umgegangen wird, nur über einen Schwebstoff-Filter? Der ist für Jod-Dämpfe wenig zweckmäßig. Es ist laut Auskunft der Landesregierung auch nicht beabsichtigt, die radioaktive Abluft in den Laboren einzuschließen.“

Dass das Spezialtablett für den Transport nicht verwendet wurde, obwohl dies eine bestehende Sicherheitsvorschrift ist, erweckt kein Vertrauen. Zwar hat man nach diesem Störfall für den aktuell betroffenen Prozess unter anderem die bestehenden Vorschriften sicherheitstechnisch angepasst, aber menschliches Versagen ist nach wie vor nicht ausgeschlossen, und der Weg für freigesetztes radioaktives Jod-131 durch die Abluftanlage nach außen bleibt bestehen. Meyer dazu: „Die Antwort der Landesregierung lautet also eigentlich: ‘Die genehmigten Betriebsprozesse waren fehlerhaft und wurden verbessert. Wir können aber derzeit nicht verhindern, dass nochmal Jod zu Lasten der Bevölkerung freigesetzt wird – und wir sorgen auch nicht dafür, dass sich das ändert.’“

Die Frage, ob die von den Nuklearfirmen eingereichte Störfallanalyse einen vergleichbaren Störfall berücksichtigt habe, wird lapidar damit beantwortet, dass „Ereignisse mit deutlich höherer Freisetzung“ berücksichtigt worden seien. Die Bürgerinitiative hat dafür kein Verständnis. BISS-Sprecher Meyer: „Die Antwort lässt vermuten, dass dieser simple und die Bevölkerung direkt betreffende Störfall 'Versagen eines Abfallbehälters mit direkter Abgabe der radioaktiven Abluft über die Schornsteine' gar nicht berücksichtigt wurde. Das stellt die ganze Störfallanalyse der Firmen infrage!“

Die Störfallanalyse für die gemeinsam von Eckert & Ziegler und GE HealthCare Buchler genutzten Labore liegt dem Umweltministerium seit 2012 vor. In diesem Zeitraum ist es den Atomfirmen nicht gelungen, den TÜV davon zu überzeugen, dass diese Untersuchung auf zutreffenden Annahmen beruht und ausreichende Sicherheit garantieren kann. Obwohl dieser Störfall fehlerhafte Betriebsprozesse nachweist, dürfen die Nuklearfirmen weiterarbeiten. Die Bürgerinitiative hat deshalb auf Basis offizieller Berechnungsverfahren einen eigenen Stresstest erstellt und prüfen lassen. Der BISS-Stresstest ist öffentlich einsehbar und zu dem Schluss gelangt, dass bei der Freisetzung von nur einem Tausendstel des genehmigten Inventars eine Evakuierung in bis zu 20 km Entfernung vom Nukleargelände erforderlich ist.

Die BISS zweifelt daran, dass die bislang geheim gehaltene Störfallanalyse der Nuklearfirmen angemessen ist. Die BISS fordert die Offenlegung der bislang geheim gehaltenen Störfallanalyse und zwingend zugleich die ernsthafte Einbeziehung des BISS-Stresstests durch das zuständige Landesumweltministerium.

Peter Meyer: „Der Störfall hat einmal mehr bewiesen: Firmen, die mit radioaktiven Stoffen hantieren, gehören nicht in ein Wohngebiet. Egal, wie viele Vorschriften es gibt: Menschliches Versagen ist nie ausgeschlossen. Gefährdet werden dadurch nicht nur die Mitarbeiter, die diese Arbeit freiwillig verrichten, sondern auch die eigentlich unbeteiligten Menschen im Umfeld. Und durch die Lage des Atomstandorts gefährdet ein Störfall immer auch die rund 1000 Kinder und Jugendlichen im benachbarten Schulzentrum. Da hat eine solche Anlage nichts zu suchen!“

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Anmeldeschluss 15.7. Sommerakademie: "Atomares Erbe - Herausforderungen für die nächste Generation"

7.-11. August 2018, Karlsruhe
Welches atomare Erbe hinterlassen wir künftigen Generationen? Dieser
Frage soll eine interdisziplinäre Gruppe junger WissenschaftlerInnen und
Studierender bei der Sommerakademie nachgehen.
Ausgewiesene ExpertInnen geben eine Einführung in die Probleme bei
Umgang und Lagerung radioaktiver Abfälle und zeigen berufliche
Perspektiven auf. Gemeinsam mit den TeilnehmerInnen erarbeiten sie die
folgenden Themen.

Themen:
- Die Geschichte des atomaren Zeitalters
- Gesundheitliche Auswirkungen von Radioaktivität
- Was ist eigentlich Atommüll? Eine Bestandsaufnahme
- Technische Aspekte der Zwischen- und Endlagerung
- Ökonomische Aspekte des Atommüllproblems

Was gibt es noch?
- Exkursion zur Kerntechnischen Entsorgung Karlsruhe (KTE)

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Salzgitter macht es Braunschweig vor und entscheidet sich gegen eine weitere Prüfung des Interkommunalen Industrie- und Gewerbegebietes

Oberbürgermeister Ulrich Markurth hängt weiter am Interkommunalen Industrie- und Gewerbegebiet, aber der Rat der Stadt Salzgitter hat jetzt einen Schlussstrichgezogen.

2018-06-27_Pressemitteilung_Interkommunales-Industrie-Gewerbegebiet

Salzgitter hat sich gegen eine weitere Prüfung des Ackerlandes zwischen Salzgitter und Braunschweig (Stiddien/Timmerlah/Geitelde) als Wunschgebiet für ein neues Industrie- und Gewerbegebiet entschieden.

Damit können viele in der Umgebung aufatmen.

Hohe Transportaufkommen und Luftverschmutzung für ganz Braunschweig, Atommüllumschlagplatz für die Region Braunschweiger Land ... all das ist jetzt erstmal vom Tisch. Aber wie lange?

Integriertes Stadtentwicklungskonzept desintegriert Atomthema

Am vergangenen Mittwoch fand im Zelt vor dem Braunschweiger Rathaus die Vorstellung der Ergebnisse von „Denk Deine Stadt“ statt. So lautet der öffentlichkeitswirksame Titel für den Prozess der Entwicklung eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes, das BürgerInnen die Möglichkeit gab, ihre Vorstellungen einzubringen. Die letztlich übriggebliebenen Ideen berücksichtigen diese Themen aber zumeist nur am Rande - wenn überhaupt.

Das ist alles, was bezüglich des Nuklearstandortes von zahlreichen Einwendungen aus der Bürgerschaft übrigblieb.

Die für die Zukunft Braunschweigs entscheidende Frage des Umgangs mit den Atomfirmen neben Schulen und Wohnhäusern fällt in der Hochglanzbroschüre zur Präsentation sogar vollständig hintenüber. Zwar landete auf einem Stellwandplakat der Satz „Konflikte zwischen Wohnen und Gewerbe lösen!“, aber es fehlt das entscheidende Wort: nuklear-, atom-, radioaktiv, davon liest man nichts. Darüber kann auch das Ausrufezeichen hinter der Forderung nicht hinwegtäuschen.

Wir fragen uns also weiterhin: Wie kann eine Stadt behaupten, im Sinne ihrer Bürger zu handeln, wenn in ihrem Entwicklungskonzept nicht einmal erwähnt wird, dass es deutlich risikoloser wäre, den Atommüll aus der unmittelbaren Umgebung von Schulen und Wohnhäusern zu entfernen? Die Entwicklung ist damit vorgezeichnet: Hin zu einer Erweiterung der bereits jetzt vorhandenen Atommülldrehscheibe und zu einer Erweiterung der Medizinsparte, die mit sehr hohen Strahlungswerten aufwartet.

Bund, Land und Stadt Braunschweig ignorieren die vom Standort ausgehenden Gefahren offensichtlich weiterhin, offenbar bewusst und langfristig planend.

 

 

Demo in Lingen am Samstag, 9.6.2018

Atomrisiko jetzt beenden!  AKW abschalten!  Uranfabriken schließen!  Uran-Exporte stoppen!

Mit dem Zug von Braunschweig zur Demo und zurück:

Treffpunkt:
8:00 Uhr am Fahrkartenschalter im Braunschweiger Hauptbahnhof
(Erkennungszeichen: Atomkraft - NEIN DANKE-Fahne)
Gruppenbildung (bis je 5 Personen) für Fahrt auf Niedersachsen-Ticket Weiterlesen

BISS-Radtour: Auf den Spuren der radioaktiven Ausbreitungswolke

radioaktive Ausbreitungswolke

Auf unserer diesjährigen BISS-Radtour zu besonderen Orten der radioaktiven Geschichte im Weltkulturerbe Braunschweiger Land besuchten wir ausgezeichnete Orte, die sich bei der Neuberechnung des Stresstests durch die BISS ergeben haben.

Dabei kamen wir bis zur Evakuierungsgrenze in 19km Entfernung, dem Rathaus von Wolfenbüttel. Danach zur 20% Krebskrankenzone in 6,7km Entfernung, am Rathaus Braunschweig und zur 50% Krebskrankenzone in ca.3km Entfernung.

An diesen Orten hinterließen wir den offenen Brief der BISS bei den politisch verantwortlichen Bürgermeister*innen, der die Auswirkungen unter einer radioaktiven Wolke nach einem Störfall bei Eckert & Ziegler beschreibt.

Und so endete eine interessante Radtour bei Sonnenschein und kühlem Eis vor den Toren bei Eckert & Ziegler in Braunschweig Thune.

Danke für's Mitfahren, Mitmachen, freundlich Empfangen und informieren lassen.

BISS e.V.

BISS-Tour: Mit Rad und Tat gegen radioaktive Gefährdungen

BISS-Radtour zu den Orten mit Relevanz nach einem radioaktiven Störfall bei Eckert & Ziegler

Am 27.5. startet die BISS auf ihrer diesjährigen Radtour zu den Orten mit Relevanz (siehe Stresstest) nach einem radioaktiven Störfall bei Eckert & Ziegler und/oder GE Healthcare Buchler. An den Haltepunkten gibt es Informationen zu den Auswirkungen und der Ausbreitung der radioaktiven Wolke nach einem Störfall und dazu, wie jeder Einzelne an seinem Wohnort betroffen wäre.

Ihr könnt die App "Critical Maps" nutzen (im APP Store oder Google Play), um uns zu finden oder auch beliebig zwischendurch einsteigen zu können. Im Chat sage ich nochmal genau, wo wir starten.

Wer längere Touren nicht scheut, startet schon um 10 Uhr an der Brücke zwischen der VW-Halle und dem Steigenberger Hotel in Braunschweig. Von dort fahren wir nach Wolfenbüttel auf den Rathausplatz.

Um 11:15 Uhr starten wir vom Rathaus Wolfenbüttel zum Rathaus Braunschweig, wo weitere Teilnehmer hinzustoßen können.

Um 12:30 Uhr fahren wir vom Rathaus Braunschweig über den Osten Braunschweigs weiter zu Eckert & Ziegler nach Thune (Gieselweg 1, 38110 BS), wo wir anhand der Braunschweiger Stadtkarte und Wohnort-Punkten Informationen zum BISS-Stresstest erläutern und weitere Fragen beantworten werden.

Den Abschluss bildet gegen 14 Uhr ein gemütliches Beisammensein im Biergarten am Kanal in Thune und/oder die selbstständige Rückfahrt.

Ein Ausstieg ist unterwegs jederzeit möglich. Da wir im Stadtgebiet Braunschweig unterwegs sind, kann auch die Tram (Linie 1 oder 2) zur Rückfahrt genutzt werden.

Feuerwehr auf dem Thuner Gelände

Am heutigen 18.05.2018 wurde offenbar der sogenannte stille Alarm auf dem Gelände der Atomfirmen bzw. der Firma Buchler ausgelöst. Am späten Vormittag fuhren mehrere Mannschaftswagen sowie ein Löschzug aufs Gelände; zuvor war ein Kran vom Gelände gefahren worden, der dann während des Einsatzes auf der gegenüberliegenden Straßenseite parkte.

Die Feuerwehr Braunschweig äußerte sich auf Anfrage von Bürgerseite nicht dazu, bei welcher Firma sich der Vorfall ereignete; sie gab jedoch bekannt, dass keine Radioaktivität freigesetzt worden sei. Weiterhin wies der befragte Beamte darauf hin, dass weitere Einzelheiten gegebenenfalls von der Pressestelle der Feuerwehr an die Zeitung(en) weitergegeben würden.

Kommentar: Für Anwohner ist die Auskunft, man dürfe nichts Genaueres mitteilen, bezüglich des Nukleargeländes völlig unbefriedigend. Es klingt im Grunde wie: „Bleib mal ruhig, da war vielleicht mehr, aber ich darf nichts dazu sagen - das erfährst Du ggf. früh genug aus der Zeitung...“ Wie beim Störfall im November!?

Vorstellung der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zum geplanten Gewerbe- und Industriegebiet Braunschweig-Salzgitter

Kommt das Atommülleingangslager für Schacht Konrad in das neue Gewerbegebiet? Oder wird dort Atommüll "NUR" umgeladen?
Die Oberbürgermeister der Städte Braunschweig und Salzgitter, Ulrich Markurth und Frank Klingebiel, wollen am Montag den 7. Mai die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zum geplanten Gewerbe- und Industriegebiet Braunschweig-Salzgitter vorstellen.

Montag, 7. Mai, um 18.30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) im Großen Saal der Stadthalle Braunschweig am Leonhardplatz.

Es sollen Bürgerfragen während der Veranstaltung erlaubt sein.

1. Mai: BISS informiert mit Stresstest und Betroffenheitskarte

1. Mai Stresstest-Betroffenheit

Wie auch in den letzten 5 Jahren hat die BISS am Internationalen Fest im Bürgerpark teilgenommen und die interessierten Besucher informiert. Dieses Mal konnten die Besucher sich über ihre Betroffenheit an ihrem Wohnort im Falle eines Störfalls bei Eckert & Ziegler in Braunschweig-Thune informieren.

Aufgrund des nach den Regeln der Entsorgungskommission (ESK) des Bundesumweltministeriums von 2013 von der BISS neu erstellten Stresstests konnte jeder für sich selbst nachvollziehen, wie er von einer radioaktiven Wolke betroffen wäre.

In bis zu 19 km Entfernung müssten die Anwohner sofort evakuiert werden, in bis zu 7 km Entfernung bestände ein 10% Krebsrisiko und in 2 km Entfernung eine 50% Wahrscheinlichkeit für einen Krebstot.

Dazu konnte jeder sich auch vor Ort unseren YouTube Film zum Stresstest anschauen. Was er bedeutet und wie er zu verstehen ist. Wer sich den Film in Ruhe anschauen möchte kann dies hier oder hier tun.

Bis zum nächsten Mal.

BISS e.V.

Die BISS ist beim 1. Mai dabei

Auch dieses Jahr wieder wird die BISS auf der Demonstration des DGB zum 1. Mai mitlaufen und Flagge zeigen. Natürlich ist auch unser Infostand dabei, um über die Problematik der Atomfirmen neben Wohnhäusern und Schulen zu informieren.

Im Anschluss findet im Bürgerpark das Internationale Fest statt. Viele Gruppen stellen sich vor und sorgen für einen tollen 1. Mai.

Für Essen und Trinken ist gesorgt. Aber auch für Musikgruppen auf der Bühne am Steigenberger Hotel sowie für Kinderattraktionen.

Alles findet um den See herum im Bürgerpark an der Nimes Strasse zwischen VW-Halle und Steigerberger Hotel statt.

Start ist 10:30 Uhr auf dem Burgplatz. Anschließend zieht die Demonstration zum Bürgerpark. Von 12:30 Uhr bis gegen 17:30 Uhr wird das Internationale Fest dauern.

Kommt vorbei. Und informiert euch bei uns über den Stresstest zu Eckert & Ziegler und die aktuelle Situation zwischen Umweltministerium, Stadt Braunschweig und Eckert & Ziegler.

BISS e.V.

BI-Morsleben für Gemeinsam-Preis der BZ vorschlagen

Die BISS unterstützt die BI-Morsleben und arbeitet mit ihr in der Regionalkonferenz Braunschweiger Land gemeinsam gegen den unverantwortlichen Umgang mit Atommüll.

Bitte unterstützt auch ihr den Aufruf der BI-Morsleben.

Liebe Mitglieder und Freunde der BI Morsleben,

die BI Morsleben wurde zum Gemeinsam-Preis der Braunschweiger Zeitung vorgeschlagen. In der BZ wurde unser Anliegen und unsere Arbeit vorgestellt:
https://www.braunschweiger-zeitung.de/region/article213909581/Die-Mahner-wollen-dran-bleiben.html

Das Abstimmungsverfahren wird voraussichtlich am Freitag oder am Samstag in der Zeitung erläutert und läuft dann nur einige Tage. Es wird vermutlich wieder drei Wege geben:

Hier geht es zur Online-Abstimmung:
https://www.braunschweiger-zeitung.de/region/article214045515/Gemeinsam-Preis-2018-Stimmen-Sie-hier-fuer-Ihren-Favoriten-ab.html

Bitte beteiligen Sie sich und votieren für die BI Morsleben –
jede Publizität hilft uns!
Und leiten Sie diese Information gerne auch an interessierte Organisationen und Personen weiter.
Vielen Dank!

Freundliche Grüße
Andreas Fox, Hans-Joachim Doil, Volker Möll

BI Morsleben
Initiative gegen das Atommüllendlager Morsleben e.V.
Vorstand: Andreas Fox, Hans-Joachim Doil, Volker Möll
Rostocker Straße 5
38350 Helmstedt
E-Mail info@bi-morsleben.de
Homepage www.bi-morsleben.de

Vorträge und Diskussionen zur Braunschweiger Nuklearlandschaft

Die BISS veranstaltete am 11. April im Haus der Kulturen einen Vortragsabend mit Diskussionen zu den möglichen radioaktiven Auswirkungen durch die Braunschweiger Nuklearbetriebe.

Dazu gehörte nicht nur die Erläuterung des Stresstests, den die BISS nach den Regeln der ESK neu erstellt hat, sondern auch die aktuellen Beurteilungen radioaktiver Auswirkungen durch die Ärzte der IPPNW.

Mit Dr.Winfried Eisenberg sprach ein kompetenter Arzt und Vertreter der IPPNW über die verschiedenen Auswirkungen radioaktiver Strahlung auf Kinder. Auch setzte er den Evakuierungsrichtwert von 100mSv (innerhalb einer Woche) in einen verständlichen Rahmen. Denn erst bei 100mSv (normal sind 1mSv pro Jahr erlaubt) wird bei einem Störfall evakuiert, aber da haben die Bürger*innen im Braunschweiger Land bereits genug radioaktive Luft eingeatmet, um die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung enorm zu erhöhen (etwa 5000 Menschen von 250000 Einwohnern Braunschweigs).

Die Diskussionsrunde wurde an diesem Abend sehr gut angenommen und konnte vielfältige Aspekte beleuchten. Zum Beispiel,

  • Wie wichtig ist radioaktive Medizin, das bei ihrer Herstellung ein so großes Risiko wie in Braunschweig eingegangen werden darf?
  • warum wird die Bevölkerung bei Störfällen nicht von der Stadt Braunschweig informiert?
  • wie groß ist die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, wenn man nicht evakuiert werden kann?
  • warum hilft es bei einer radioaktiven Wolke, die Fenster zu schließen?
  • welche anderen Krankheiten werden auch noch durch radioaktive Strahlung hervorgerufen?
  • Was sind die Auswirkungen von Röntgenuntersuchungen?
  • Helfen Jod-Tabletten bei einem Störfall?

Wir freuen uns, dass wir an diesem Abend etwa 65 Zuhörer und viele neue Mitglieder unseres Newsletters begrüßen konnten und möchten uns für die Spenden zum Rechtshilfefonds Strahlenschutz bedanken, der die fünf Anwohner der Nuklearbetriebe bei ihrer möglichen Klage gegen die Strahlengenehmigung unterstützen wird.

Sollten noch Fragen offen sein, dann kontaktieren Sie uns bitte unter

info@biss-braunschweig.de

BISS e.V.

BISS-Infoveranstaltung: Radioaktive Wolke über Braunschweig - Wie bin ich betroffen?

Informationsveranstaltung der BISS
Mittwoch, 11. April 2018, 19 Uhr
Haus der Kulturen, Am Nordbahnhof 1, 38106 Braunschweig

Eintritt frei!

BISS Info-Abend am 11. April 2018

Ein Szenario, das sich kaum jemand vorstellen kann und mag.
Aber ist es unrealistisch?

Sollte Eckert & Ziegler in Braunschweig-Thune radioaktive Stoffe im genehmigten Umfang vorhalten und es käme durch einen Unfall, einen Störfall oder gar durch einen terroristischen Anschlag zu einer Freisetzung von radioaktivem Material in die Umgebung, also ins Stadtgebiet von Braunschweig, dann müsste mit Evakuierungsmaßnahmen gerechnet werden. Niemand würde für die Beseitigung der radioaktiven Stoffe, die über das Stadtgebiet in Gärten und Häuser verteilt wären, aufkommen.

Die Bürgerinitiative Strahlenschutz Braunschweig e.V. (BISS) lädt zu
einer Veranstaltung ein, um über folgende Punkte zu informieren:

  • Welche Mengen an radioaktiven Materialien dürfen die Atomfirmen am
    Standort Braunschweig-Thune lagern?
  • Welche Szenarien könnten zu einer hohen Freisetzung radioaktiver Stoffe in die Umgebung führen?
  • Welche Folgen wären dann absehbar für die Braunschweigerinnen und Braunschweiger?
  • Welche Freisetzungen von radioaktiven Stoffen erfolgen im täglichen Betrieb?
  • Warum sind Kinder in höherem Maße von radioaktiven Belastungen betroffen?

Über das Thema: „Die besondere Strahlensensibilität der Kinder“
referiert Dr. Winfrid Eisenberg, ehemaliger Leiter der Kinderklinik
in Herford.

Kinder sind viel strahlensensibler als Erwachsene. Der Hauptgrund
dafür ist die hohe Zellteilungsfrequenz des wachsenden Organismus.
Zellen in der Teilungsphase (Mitose) sind durch ionisierende
Strahlen erheblich stärker gefährdet als ruhende Zellen. In der
Nahumgebung der Firma Eckert & Ziegler wohnen Familien mit kleinen
Kindern, es gibt dort Schulen und Kindergärten. Aufenthalt von
Kindern in der Nähe der Nuklearfirma ist nicht verantwortbar
(Leukämie-Risiko).

Dr. med. Winfrid Eisenberg, Kinderarzt