Das Gericht stellt Fragen …

Seitdem die Anwohner-Klage im Jahr 2019 gegen die Strahlengenehmigung von Eckert & Ziegler gestartet worden ist, haben sich hunderte von Seiten an Stellungnahmen angesammelt.

Das Braunschweiger Verwaltungsgericht hat sich mit eigenen Fragen zu diesen Stellungnahmen nun tiefer in die Argumente eingearbeitet.

Die Kläger (Anwohner des EZ-Standortes) hoffen nun auf ein baldiges Gerichtsverfahren. Vielleicht doch schon Anfang 2027. Doch im Moment brauchen die Anwälte des Landesumweltministeriums und Eckert & Ziegler noch Zeit, auf die Stellungnahme der Anwohner zu reagieren.

Wir berichten weiterhin, wie es um den Termin zur Gerichtsverhandlung steht.

BISS e.V.

15 Jahre BISS, feiern im kleinen Kreis …

Am 22. August 2011 wurde die BISS nach einigen sehr beunruhigenden Aussagen der Nuklear Firma Eckert & Ziegler und dem Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig gegründet, um sich gut organisiert mit den Mängeln im Umgang mit nuklearem Material bei Eckert  & Ziegler zu beschäftigen, damit die Lebensqualität für die Bewohner des Braunschweiger Landes ein wenig ungetrübter wird.

 

 

15 Jahre nach der Gründung haben sich die aktiven BISS-Mitglieder zu einer kleinen Feier getroffen.

 

Bei kühlen Getränken und einem gemeinsam erstellten Buffet zum Grill, saßen wir gemütlich beisammen und haben uns auf die kommende Gerichtsverhandlung beim Braunschweiger Verwaltungsgericht gefreut.

 

Denn die gegen die Strahlengenehmigung von Eckert & Ziegler klagenden Anwohner hoffen auf einen guten Ausgang vor Gericht, um zukünftig für alle Einwohner im Braunschweiger Land eine Zukunft erstritten zu haben, die uns mehr Sicherheit gewährleistet.

Die BISS unterstützt die klagenden Anwohner und begleitet sie auch weiterhin.

Helfen Sie mit….

BISS e.V.

 

15 Jahre BISS

2011-08-22:

Die BISS gründet sich aus einer Gruppe von Anwohnern der Nuklear-Firma Eckert & Ziegler, weil Eckert & Ziegler (E&Z)

  • den Atommüll für Schacht Konrad im Braunschweiger Stadtgebiet verarbeiten will,
  • radioaktives ASSE-Wasser entsorgen will (dies mit einer russischen Firma durchführen will),
  • vom Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig eine enorm hohe Strahlen-Genehmigung bestätigt bekommt,
  • eine Erweiterung mit einer neuen 16m hohen und 63m langen Atommüll-Halle im Braunschweiger Stadtgebiet durchführen will,

und die Anwohner die enorm hohe Strahlen-Gefahr mitten in einem Wohngebiet, neben einem Gymnasium, einer Grundschule, mehreren KiTas und einem Jugend-Zentrum nicht mehr ohne eine korrekte Überprüfung der Strahlen-Genehmigung hinnehmen wollen.

Im Laufe der Jahre ist durch die Arbeit der BISS offenbart und angeregt worden, dass

  • das Landesumweltministerium
    • die Aufsicht über die Nuklear-Firma E&Z vom Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig übernimmt,
    • und die Strahlengenehmigung von E&Z durch den TÜV überprüfen lässt,
  • die Überwachung der Nuklear-Firma E&Z nicht gemäß der Strahlenschutzverordnung durchgeführt worden ist und geändert werden muss,
  • die Bewertung des Standortes der Nuklear-Firma E&Z, trotz Empfehlung der Entsorgungskommission des Bundes nach dem Super-GAU in Fukushima, nicht durchgeführt worden ist,
  • Unfälle bei E&Z deutlich zeigten, dass Vorgaben der eigenen Störfall-Analyse nicht eingehalten worden sind,
  • der TÜV im Auftrag des Landesumweltministeriums 18 Empfehlungen/Auflagen zur Störfall-Analyse von E&Z erstellt hat, damit die Störfall-Analyse überhaupt erst gültig werden kann,
  • es über 12 Jahre andauert, dass die Empfehlungen/Auflagen des TÜV durch E&Z umgesetzt werden,
  • die Rechtsgültigkeit der Strahlen-Genehmigung von E&Z seit 2019, angestoßen durch ein Klage-Verfahren von Anwohnern, vom Braunschweiger Verwaltungsgericht überprüft wird,

und indem die BISS viel Recherche-Arbeit leistet und auch geholfen hat, einen  Rechtshilfefonds e.V. zur finanziellen Unterstützung der Kläger einzurichten, den viele Unterstützer aufrecht erhalten.

2026-08-22:

Die BISS unterstützt die Anwohner bei ihrer Klage, verfolgt das Gerichtsverfahren gegen die Strahlengenehmigung von E&Z, und informiert und beteiligt sich an der Politik.

  • Der Termin des Gerichtsverfahrens  rückt immer näher.
  • Die Argumente zur Rücknahme der Strahlen-Genehmigung von E&Z wachsen an.
  • Die BISS stellt Vertreter für die Wahl zum Stadt-Bezirksrat und zum Rat der Stadt Braunschweig.

Darum dürfen wir neben unseren Erfolgen für eine bessere Lebensqualität in Braunschweig ein wenig auch uns selbst feiern.

Eure BISS e.V.

Pressemitteilung – des www.Braunschweig-Spiegel.de

Wegen Herstellerfehler entwich radioaktives Krypton-85 in die Umwelt
Original Artikel auf https://braunschweig-spiegel.de/

Vor 5 Jahren ist radioaktives Krypton-85 in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig aus einer Messapparatur in die Umwelt entwichen. Im Sinne der Strahlenschutzverordnung handelte es sich um ein „bedeutsames Vorkommnis“. Die PTB informierte die Öffentlichkeit und erklärte, dass ein Gutachten des TÜV Nord die Ursachen ergründen werde. Viele Medien berichteten über den Vorfall. Als dann aber nach einiger Zeit ein Anwohner die Offenlegung des Gutachtens beantragte, verweigerte die PTB die Veröffentlichung.

Nach 5 Jahren ist nun durch eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig erreicht worden, dass das Gutachten offen liegt, wenn auch mit einer Reihe von Schwärzungen. Als sehr wahrscheinliche Ursache benennt das Gutachten einen Herstellerfehler, der im Einzelnen erläutert und anhand von Bildern belegt wird (Einzelheiten siehe unten).  Die Strahlungsquelle stammt von der Firma Eckert und Ziegler, Braunschweig, die als Beigeladene in das Gerichtsverfahren einbezogen wurde.

Herstellerfehler – nur ein Einzelfall oder mehr?

Pressemitteilung – des www.Braunschweig-Spiegel.de weiterlesen →

Termin zur Gerichts-Verhandlung

Die BISS e.V. unterstützt die AnwohnerInnen von Eckert & Ziegler, die seit Dezember 2019 gegen die Strahlengenehmigung der Nuklear-Firma klagen.

Nach 7 Jahren scheint nun endlich der Tag der Gerichtsverhandlung näher zu rücken und das Gericht stellt dem Ministerium detaillierte Fragen, die es in einige Bedrängnis bringen dürften und in denen wir viele unserer Argumente wiederfinden. Dies lässt uns hoffen, dass die enorm hohe Strahlengenehmigung deutlich beschränkt und vielleicht sogar zurückgenommen wird.

Die BISS stellt nicht die Tätigkeit der Nuklear-Firma in Frage, sondern die Rechtmäßigkeit der Genehmigung und den Standort in der Großstadt Braunschweig.

Informiert euch auf unserer Webseite https://www.biss-braunschweig.de und engagiert euch gern bei uns im Verein.

BISS e.V.