15 Jahre BISS

2011-08-22:

Die BISS gründet sich aus einer Gruppe von Anwohnern der Nuklear-Firma Eckert & Ziegler, weil Eckert & Ziegler (E&Z)

  • den Atommüll für Schacht Konrad im Braunschweiger Stadtgebiet verarbeiten will,
  • radioaktives ASSE-Wasser entsorgen will (dies mit einer russischen Firma durchführen will),
  • vom Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig eine enorm hohe Strahlen-Genehmigung bestätigt bekommt,
  • eine Erweiterung mit einer neuen 16m hohen und 63m langen Atommüll-Halle im Braunschweiger Stadtgebiet durchführen will,

und die Anwohner die enorm hohe Strahlen-Gefahr mitten in einem Wohngebiet, neben einem Gymnasium, einer Grundschule, mehreren KiTas und einem Jugend-Zentrum nicht mehr ohne eine korrekte Überprüfung der Strahlen-Genehmigung hinnehmen wollen.

Im Laufe der Jahre ist durch die Arbeit der BISS offenbart und angeregt worden, dass

  • das Landesumweltministerium
    • die Aufsicht über die Nuklear-Firma E&Z vom Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig übernimmt,
    • und die Strahlengenehmigung von E&Z durch den TÜV überprüfen lässt,
  • die Überwachung der Nuklear-Firma E&Z nicht gemäß der Strahlenschutzverordnung durchgeführt worden ist und geändert werden muss,
  • die Bewertung des Standortes der Nuklear-Firma E&Z, trotz Empfehlung der Entsorgungskommission des Bundes nach dem Super-GAU in Fukushima, nicht durchgeführt worden ist,
  • Unfälle bei E&Z deutlich zeigten, dass Vorgaben der eigenen Störfall-Analyse nicht eingehalten worden sind,
  • der TÜV im Auftrag des Landesumweltministeriums 18 Empfehlungen/Auflagen zur Störfall-Analyse von E&Z erstellt hat, damit die Störfall-Analyse überhaupt erst gültig werden kann,
  • es über 12 Jahre andauert, dass die Empfehlungen/Auflagen des TÜV durch E&Z umgesetzt werden,
  • die Rechtsgültigkeit der Strahlen-Genehmigung von E&Z seit 2019, angestoßen durch ein Klage-Verfahren von Anwohnern, vom Braunschweiger Verwaltungsgericht überprüft wird,

und indem die BISS viel Recherche-Arbeit leistet und auch geholfen hat, einen  Rechtshilfefonds e.V. zur finanziellen Unterstützung der Kläger einzurichten, den viele Unterstützer aufrecht erhalten.

2026-08-22:

Die BISS unterstützt die Anwohner bei ihrer Klage, verfolgt das Gerichtsverfahren gegen die Strahlengenehmigung von E&Z, und informiert und beteiligt sich an der Politik.

  • Der Termin des Gerichtsverfahrens  rückt immer näher.
  • Die Argumente zur Rücknahme der Strahlen-Genehmigung von E&Z wachsen an.
  • Die BISS stellt Vertreter für die Wahl zum Stadt-Bezirksrat und zum Rat der Stadt Braunschweig.

Darum dürfen wir neben unseren Erfolgen für eine bessere Lebensqualität in Braunschweig ein wenig auch uns selbst feiern.

Eure BISS e.V.

Pressemitteilung – des www.Braunschweig-Spiegel.de

Wegen Herstellerfehler entwich radioaktives Krypton-85 in die Umwelt
Original Artikel auf https://braunschweig-spiegel.de/

Vor 5 Jahren ist radioaktives Krypton-85 in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig aus einer Messapparatur in die Umwelt entwichen. Im Sinne der Strahlenschutzverordnung handelte es sich um ein „bedeutsames Vorkommnis“. Die PTB informierte die Öffentlichkeit und erklärte, dass ein Gutachten des TÜV Nord die Ursachen ergründen werde. Viele Medien berichteten über den Vorfall. Als dann aber nach einiger Zeit ein Anwohner die Offenlegung des Gutachtens beantragte, verweigerte die PTB die Veröffentlichung.

Nach 5 Jahren ist nun durch eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig erreicht worden, dass das Gutachten offen liegt, wenn auch mit einer Reihe von Schwärzungen. Als sehr wahrscheinliche Ursache benennt das Gutachten einen Herstellerfehler, der im Einzelnen erläutert und anhand von Bildern belegt wird (Einzelheiten siehe unten).  Die Strahlungsquelle stammt von der Firma Eckert und Ziegler, Braunschweig, die als Beigeladene in das Gerichtsverfahren einbezogen wurde.

Herstellerfehler – nur ein Einzelfall oder mehr?

Pressemitteilung – des www.Braunschweig-Spiegel.de weiterlesen

Termin zur Gerichts-Verhandlung

Die BISS e.V. unterstützt die AnwohnerInnen von Eckert & Ziegler, die seit Dezember 2019 gegen die Strahlengenehmigung der Nuklear-Firma klagen.

Nach 7 Jahren scheint nun endlich der Tag der Gerichtsverhandlung näher zu rücken und das Gericht stellt dem Ministerium detaillierte Fragen, die es in einige Bedrängnis bringen dürften und in denen wir viele unserer Argumente wiederfinden. Dies lässt uns hoffen, dass die enorm hohe Strahlengenehmigung deutlich beschränkt und vielleicht sogar zurückgenommen wird.

Die BISS stellt nicht die Tätigkeit der Nuklear-Firma in Frage, sondern die Rechtmäßigkeit der Genehmigung und den Standort in der Großstadt Braunschweig.

Informiert euch auf unserer Webseite https://www.biss-braunschweig.de und engagiert euch gern bei uns im Verein.

BISS e.V.

 

BISS auf dem Tag der Niedersachsen

BISS am TdNVom 12. bis zum 14. Juni hat die BISS sich mit der AG Schacht Konrad auf dem Tag der Niedersachsen vorgestellt.

Die AG Schacht Konrad hatte einen  Stand gemietet und uns als Mitaussteller eingeladen.

Wir haben dabei versucht, unser Thema Eckert & Ziegler etwas lustig und offentsichtlich übertrieben an die Besucher heranzutragen. Dazu haben wir den SUPER-GAU(L) der BISS-Leese neu erfunden.

 

Der SUPER-GAU(L) karrikiert die Situation, dass es in Niedersachsen viele Standorte mit nuklearem Hintergrund gibt. Dazu wurde das Niedersachsen-Wappen etwas angepasst.  Das Niedersachsen Pferd wurde zum Skelett mit Gasmaske. In der Realität ist dieses Symbol 5m hoch und 5m breit, und erzeugt einen beeindruckenden Anblick.

Wir haben mit anderen Bürger-Initiativen zusammen dieses Symbol gebaut und zu verschiedenen Zeitpunkten auf Demonstrationen eingesetzt. Vor dem Landesumweltministerium in Hannover zur Anmahnung, dass ein Jahr Rot/Grüne Atom Regierung/Politik noch wesentlichen Verbesserungs-Bedarf hat, oder vor der Aktionärs-Versammlung von Eckert  & Ziegler in Berlin-Buch gegen den Nuklear-Standort in Braunschweig. Aber auch bereits auf dem Braunschweiger Rasthaus-Platz mahnte der SUPER-GAU(L) für mehr Mut der Stadt gegen die Erweiterungs-Fantasien von Eckert & Ziegler standhaft zu sein. Was leider nicht wirkte…

Wir haben als BISS e.V. dieses Symbol aufgenommen und auf ein Roll-Up und eine Postkarte gebracht. Beides waren Hingucker und begeisterten die Besucher auf dem Tag der Niedersachsen.

Natürlich haben wir das Symbol auch auf unseren Plakatanhänger gebracht.

Wir konnten auf dem Tag der Niedersachsen viele Gespräche mit Besuchern führen und viele Missverständnisse aufklären.

Wir berichteten über das anhängige Gerichtsverfahren und die aktuelle Situation vor Ort am Standort der Nuklear-Firma Eckert & Ziegler.

Es waren schöne und informative 3 Tage, wenn auch manchmal lang und körperlich anstrengend, wenn wir auf- und abbauten, oder den ganzen Tag auf den Beinen waren.

Aber es hat sich gelohnt.

BISS e.V.

Lehrpfad-Eröffnung am 29. Mai

AG Schacht Konrad

Wir laden ein zur Eröffnung des neu gestalteten ATOMMÜLL-LEHRPFADs am

Freitag, den 29. Mai 2026, 15:00 Uhr

Treffpunkt am KONRAD-HAUS

Bleckenstedter Straße 14 a

Der Lehrpfad bietet für Interessierte aller Altersklassen eine anschauliche und interaktive Gelegenheit, sich über das geplante Endlager Schacht KONRAD zu informieren. Art und Herkunft der Abfälle, die Gefahren der Nutzung der Atomenergie und radioaktiver Strahlung sind ebenso Themen wie der langjährige Protest gegen die Inbetriebnahme von Schacht KONRAD. Der Lehrpfad beginnt mitten in Salzgitter- Bleckenstedt und endet am Schachtgelände von KONRAD 1.

Möglich wurde die Erstellung des Lehrpfades auch durch die Unterstützung unserer Mitstreiterinnen und Mitstreiter.

Wir freuen uns, jetzt die Ergebnisse unserer Arbeit der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Folgender Ablauf ist geplant:

  • 15 Uhr Treffpunkt am KONRAD-Haus
  • gemeinsamer Rundgang im Ort
  • 16 Uhr Ausklang mit einem kleinen Imbiss am KONRAD-Haus

Dazu laden wir herzlich ein!

Wir freuen uns über Zusagen an info@ag-schacht-konrad.de bis zum Mittwoch, 20.05.2026; das erleichtert uns die Planung.