Sonntagsspaziergang mit Frau Gabriele Heinen-Kljajić (Bündnis90/Die Grünen)

Unser Gast Frau Gabriele Heinen-Kljajić kennt sich bekanntermaßen im Thema Eckert & Ziegler aus. Beim heutigen Sonntagsspaziergang sprachen wir über die aktuelle Situation.

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MdL_Heinen-KljajicEckert & Ziegler beklagt die Stadt Braunschweig, um die bislang verweigerte Atommüll-Konditionierungshalle bauen zu können. Der zu hoch geplante und gekürzte, weil vorher nicht genehmigungsfähige, Zaun umschließt auch bereits das Gelände, auf dem Eckert & Ziegler diese Halle bauen will. Eine weitere Klage gegen Demonstranten, die angeblich durch ihre Anwesenheit den Zaunbau behindert und damit einen Schaden verursacht hätten, hält Eckert & Ziegler auch noch am Laufen – neben der Klage gegen die Aufforderung, das illegale Containerlager zum Zwischenlagern von Atommüll abzuräumen.

Also, wie geht’s weiter?

Anwohner bereiten eine Klage gegen die Strahlengenehmigungen von Eckert & Ziegler vor. Die BISS und der Rechtshilfefonds Strahlenschutz unterstützen sie hier dabei.

Helfen Sie mit.

BISS e.V.

Wieder rostige Fässer nach Braunschweig?

Umweltministerium: Fassinspektion ergibt erneute Auffälligkeit in Leese – Handlungsstrategie erweitert

Bei der in der letzten Woche im Zwischenlager Leese angesetzten Inspektion sind erneut zwei auffällige Fässer entdeckt worden. Die Fassinspektionen finden inzwischen auf Anforderung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz in einem umfangreicheren Rahmen statt.

Bei dem aktuellen Fund handelt es sich um zwei Altabfallfässer mit radioaktivem Inhalt aus der ehemaligen Landessammelstelle Steyerberg, die im Fassverbund stehen und nicht ohne weiteres zugänglich sind. Die Fässer weisen aufgrund ihres Alters starke Rostspuren auf. Um genauere Hinweise zu erhalten, hat das Umweltministerium die Betreiberin des Zwischenlagers, die Firma Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH (EZN), aufgefordert, vertiefte Prüfungen vorzunehmen.

Im Mai hatte das Umweltministerium über die Untersuchungsergebnisse des Fasses mit der Nummer 1989 informiert. Das rostige Fass war im Rahmen der regelmäßigen Fassinspektion im Jahr 2013 im Zwischenlager Leese entdeckt, geborgen und bei EZN in Braunschweig geöffnet und untersucht worden. In diesem Zusammenhang war auch eine erweiterte Handlungsstrategie von Umweltminister Wenzel vorgestellt worden. Dazu gehören die Erarbeitung eines Bergungskonzeptes und die Nachqualifizierung der Altabfallfässer nach den gültigen Endlagerungsbedingungen. Das Umweltministerium strebt eine verbesserte Lagerung an, die langfristig in einem Hallenneubau umgesetzt werden soll.

Nähere Informationen finden sich unter http://www.umwelt.niedersachsen.de/minister/reden_beitraege_interviews/auffaellige-faesser-mit-altabfaellen-im-zwischenlager-leese-143873.html
Herausgeber: Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

Diese Presseinformation im Portal des Landes Niedersachsen: http://www.umwelt.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=2147&article_id=145531&_psmand=10

Reportage im Ersten: Der große Atom-Deal

Am 25. Juli kam im Ersten Fernsehen eine Dokumentation über die Kosten der Atommüllentsorgung und wer sie übernehmen soll.

Eigentlich war es, vertraglich festgelegt, eine Aufgabe der Energieversorger (E.on, Vattenfall, EnBW, RWE), die in den letzten Jahrzehnten mit den Atomkraftwerken viele Hundert Milliarden Euro Gewinn erzielt haben und 190 Milliarden Euro als Zuschuss aus Steuergeldern bekommen.

Reportage in der ARD-Mediathek

Umweltausschuss besucht Zwischenlager für radioaktive Abfälle in Leese

Am morgigen Donnerstag (28.7.) will offenbar der Umweltausschuss des
Landtags das Lager für radioaktive Abfälle in Leese besuchen.

Worum geht’s?

Betreiber des im Gewerbepark Oehmer Feld gelegenenen Lagers ist die
Braunschweiger Eckert & Ziegler Nuclitec, welche dort neben eigenen Abfällen auch die radioaktiven Abfälle der Landessammelstelle für das Land Niedersachsen verwahrt.
Ihr Vorgänger Amersham Buchler scheint für so manches Gammel-Fass in
Asse, Geesthacht und Leese verantwortlich zu sein …

Das Land möchte nun mit einem durch EZN finanzierten Hallenbau auch gleich
eine Konditionierungsmöglichkeit schaffen und den Standort dank PPP-Vertrag mit EZN vom Lager zu einer faktisch dauerhaften Atomdrehscheibe aufwerten.

Für den Fall, dass die Raiffeisen als Grundeigentümer aus dem 2030 endenden Pachtvertrag aussteigen würde, kündigte die Abteilung des Umweltministeriums bereits im Juni diesen Jahres an, dann kurzerhand den Atommüll zwangsweise dort weiter zu lagern.

Das scheint für das Land der bequemere Weg als eine objektive Standortsuche zu sein.

BISS Leese