Feuerwehr am Gelände: Offenbar Fehlalarm

Die 5 Feuerwehrwagen, die heute Morgen zwischen ca. halb acht und acht am Gelände der Nuklearfirmen neben Wohnhäusern standen, sowie evtl. die drei weiteren Fahrzeuge, die sich in der Umgebung von Möma befanden, waren laut Feuerwehr aufgrund eines Brandmelderalarms ausgerückt.

Gegen acht Uhr haben wir am Gelände nachgesehen: Es waren keine auffälligen Messwerte festzustellen, und die Feuerwehrfahrzeuge befanden sich ebenfalls nicht mehr dort. Also offenbar Entwarnung.

Natürlich wäre eine offizielle Bestätigung eines Fehlalarms beruhigender: Es ist nicht auszuschließen, dass ein kleineres Ereignis tatsächlich stattgefunden hat. Wir wissen aus Erfahrung, dass die Bevölkerung nicht einmal beim Freiwerden von 21 Megabecquerel benachrichtigt wird, selbst wenn die Freisetzung zur Rush Hour der Schulkinder stattfindet wie beim Störfall vom November 2017.

Die telefonische Versicherung eines Feuerwehrbeamten gegenüber einem BISS-Mitglied, die Bevölkerung würde auf jeden Fall informiert, wenn bei Betrieben, die unter die Störfallverordnung fallen, etwas geschähe, klingt also nicht sehr glaubwürdig - nicht nur, weil die Nuklearfirmen gar nicht als Störfallbetriebe eingestuft sind.

Redebeiträge und Musik

atomalarm2013Die Redner für die Kundgebung im Anschluss an die Menschenkette stehen fest: Dr. Thomas Huk (BISS), Dr. Angelika Claußen (Ärztevereinigung IPPNW), Björn Harmening (IG Metall Salzgitter-Peine) und Udo Dettmann (aufpASSEn e.V.).

Musikalisch werden wir unterstützt von den Braunschweigern „Change Partners“ sowie von Gerd Schinkel, der unter anderem seinen „Katastropheneinsatzplan“ zu Gehör bringen wird.

Ratssitzung ohne BISS

Kürzlich haben wir darauf hingewiesen, wie wichtig die heutige Ratssitzung
für uns ist, und dazu aufgerufen, als Zuschauer daran teilzunehmen. Weil
aber der für uns relevante Beschluss zum Bebauungsplan nun doch nicht auf
der Tagesordnung steht, entfällt auch unser Aufruf. Voraussichtlich wird
nun nach der Bundestagswahl, in der Ratssitzung am 24.09., über die
Vorlage entschieden. Wir halten Sie / Euch auf dem Laufenden!

Von Wolfsburg aus per Rad zur Demo

Die RobinWood-Regionalgruppe Braunschweig hat sich etwas Besonderes für "Atomalarm2013" einfallen lassen: Mit Unterstützung Wolfsburger FahrradfreundInnen bieten sie zwei verschiedene Fahrradtouren von Wolfsburg zur Menschenkette an. Es gibt eine "Kinder- und Familienfreundliche Tour" und eine "Flotte Tour", die auch für E-Bikes geeignet ist. Den Flyer mit den notwendigen Informationen dazu findet Ihr hier.

Ein dickes Dankeschön an die Organisatoren und alle Mitfahrenden für diese tolle Idee!

In eigener Sache

Eine Großveranstaltung wie unsere Menschenkette am 14.09. benötigt intensive Vorbereitung. Viele Einzelpersonen, Vereine, Geschäfte und andere Gruppen beteiligen sich bereits und investieren Zeit, Geld und / oder Kreativität. Bei der Menge an benötigtem Material und dem Umfang der Vorbereitungen entstehen aber Kosten, die nur von vielen Menschen gemeinsam aufgebracht werden können. Deshalb sind Spenden sehr willkommen! Spenden an die BISS e.V. sind, dank der Anerkennung unserer Gemeinnützigkeit, steuerlich absetzbar.

Material wartet!

Ab sofort können Aktionsflyer und (inzwischen aus einem postalischen schwarzen Loch aufgetauchte) Plakate zu "Atomalarm2013" im Kampagnenbüro im Umweltzentrum BS, Ferdinandstr. 7, abgeholt werden:

Mo, Di, Do jeweils 10-14 Uhr, Freitags 10-20 Uhr. Materialabholung auch während der Öffnungszeiten des Umweltzentrums Di. 16-18 Uhr und Do. 14-16 Uhr.

Info-Telefon Kampagnenbüro: 0151 56591447.

Termin heute: PlUA im Rathaus

Der Planungs- und Umweltausschuss tagt heute im Braunschweiger Rathaus. Es geht darum, ob empfohlen wird, dass der Rat der Verwaltung neue Auflagen für den Bebauungsplan macht ("erweiterter Aufstellungsbeschluss"). Das geht uns direkt an - kommt dazu! Unser TOP wird wohl nicht vor 17 Uhr drankommen. Wir treffen uns auf der Besuchertribüne.

Erweiterung droht - Menschenkette am 14. September

Der neue Bebauungsplan kommt - und mit ihm eine faktische Erweiterung! Nur großer öffentlicher Druck kann die Weichenstellung, die seitens der Stadt derzeit anvisiert wird, noch verhindern.

Deshalb ruft die Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) e.V. zur Teilnahme an einer Menschenkette um das Firmengelände von Eckert & Ziegler, GE Healthcare und Buchler (Gieselweg/Harxbütteler Straße) in Braunschweig-Thune auf:

 ATOM-ALARM: KEINE ATOMANLAGEN NEBEN WOHNHÄUSERN UND SCHULEN!
-
die Erweiterung von Eckert & Ziegler noch verhindern -

Den vollständigen Aufruf und den Ablaufplan findet man auf unserer eigens für die Demonstration eingerichteten Aktionsseite www.atomalarm2013.de.

Die BISS bittet um aktive Unterstützung der Menschenkette. Dafür gibt es z.B. folgende Möglichkeiten:

  • den Aufruf mit Namen (Gruppe oder Person) öffentlich unterstützen (vgl. Unterstützerliste)
  • den Aufruf verbreiten und die Menschenkette bewerben
  • am 14.9. einen Anlaufpunkt auf der Strecke übernehmen (d.h. Luftballons verkaufen und kleine Ordneraufgaben durchführen)
  • einen eigenen Info-Tisch am Kundgebungsort aufstellen und betreuen
  • für die Veranstaltung spenden (steuerlich begünstigt)

Aber am Wichtigsten ist natürlich: Seid am 14.09. dabei, und bringt möglichst viele Gleichgesinnte mit!

Wir bieten an, offene Fragen per Mail zu beantworten oder bei größerem Bedarf in  Institutionen/Gruppen einen Vortrag über die neuesten Entwicklungen rund um das Industriegebiet zu halten.

P.S. - Für alle, die näher an Duisburg wohnen als an Braunschweig: Dort wird am selben Tag um 11.55 Uhr eine Demonstration zum selben leidigen Thema stattfinden, denn auch dort befindet sich eine Konditionierungsanlage in der Nähe von Wohnbebauung. Setzen wir gemeinsam ein Zeichen!

ASSE-Konzert ein voller Erfolg

Der Auftakt der diesjährigen ASSE-Konzerte am Freitagabend in der Braunschweiger Magnikirche war ein echtes Erlebnis: Christine Schornsheim brachte auf dem Hammerflügel Musikstücke des achtzehnten bzw. beginnenden neunzehnten Jahrhunderts zu Gehör. Dabei erläuterte sie souverän Ähnlichkeiten und Unterschiede in der Kompositionsstruktur der einzelnen Stücke und erklärte die Auswahl der Rondos und Sonaten in einer Weise, die sowohl für Musiker als auch für musikalische Laien verständlich war.

Der Hammerflügel, der eigens für das Konzert nach Braunschweig transportiert worden war, ist ein Originalinstrument, also kein Nachbau. Das war natürlich etwas ganz Besonderes! Der eine oder andere Hobbypianist mag sich gefragt haben, ob es mit den heutigen Pedalen nicht einfacher ist, Klavier zu spielen, als mit den damaligen Fußhebeln... Der Klang dieses "Ur-Flügels" ist besonders klar und fügte sich wunderbar in die Akustik der Magnikirche ein - ganz zu schweigen davon, dass Frau Schornsheim als Professorin für Alte Musik natürlich eine Interpretin der Extraklasse ist.

Fazit: Ein gelungener Musikabend, bei dem zusätzlich unterm Strich für aufpASSEn e.V. und BISS e.V. jeweils mehrere Hundert Euro an Spenden zusammenkamen. Deshalb auch von dieser Stelle aus noch einmal vielen Dank an die Künstlerin, die Organisatorinnen, den Restaurator, die Magni-Gemeinde, alle Beteiligten im Hintergrund und natürlich alle Gäste und Spender!

BZ: Anerkennung für die Arbeit der BISS

"Was unsere Gesellschaft braucht, sind Vorbilder wie Sie!" - mit diesen Worten schließen BZ-Chefredakteur Armin Maus, Domprediger Joachim Hempel, der Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes BS, Henning Eschemann, und der Leiter der BZ-Lokalredaktion Braunschweig, Henning Noske, ein Begleitschreiben, das die BISS kürzlich erreichte. Hauptgegenstand des Briefes: ein Hochglanz-Sonderdruck des Portraits, mit dem die BISS in der Braunschweiger Zeitung als für den "Gemeinsam"-Preis nominiert vorgestellt wurde. Wir nehmen diese Anerkennung als weiteren Ansporn für unsere Arbeit!

BIBS-Fraktion fordert neue Konrad-Transportstudie

EZN besitzt die Genehmigungen, in Thune radioaktives Material zur Verschickung in den Schacht Konrad zu konditionieren. Das klingt wie ein lokales Problem, aber der Transport geht ganz Braunschweig etwas an; der Bahnhof Beddingen ist als zentrale Verladestation direkt betroffen. Die BIBS-Fraktion im Rat der Stadt Braunschweig gab in diesem Zusammenhang am 14. Mai folgende Pressemitteilung heraus (der darin erwähnte Antrag kann hier nachgelesen werden):

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Erfolg in Duisburg - Hoffnung für Braunschweig?

In Duisburg befindet sich ebenfalls eine Konditionierungsanlage neben Wohnhäusern, und auch dort wehren sich die Bürger. Jetzt gibt es erste Signale in Richtung Umverlagerung des GNS-Standortes, wie man hier nachlesen kann. Das lässt natürlich hoffen für Braunschweig, denn es gibt bereits beim einen oder anderen Politiker Überlegungen, die Thuner Firmen umzusiedeln.

<<Die Atom-Müll-Firma reagiert auf den Koalitionsvertrag der rot-grünen NRW-Landesregierung, in dem steht, dass die Landesregierung Initiativen unterstützen will, den Standort zu verlegen. Auch wenn es noch so unrealistisch ist und die GNS weiterhin Bestandsschutz genießt, freut sich die Landesregierung darüber, dass der Umzug “erstmals offiziell Thema sei”. Es handle sich um einen “entscheidenden Fortschritt”.>>

Bestandsschutz der Firma, aber trotzdem ein bürgerfreundlicher Koalitionsvertrag und Freude der Landesregierung über erste Signale in Richtung Umverlegung - da geht doch auch was in Niedersachsen, oder? Hoffentlich erreicht diese Information unsere Landesregierung bzw. unser Umweltministerium. Wir sollten uns als ein Bundesland erweisen, in dem Wirtschaft und Forschung den Menschen dient, nicht umgekehrt.

"Erster Mai" mit der BISS

Kundgebung, Demonstrationszug und anschließendes Fest im Bürgerpark anlässlich des "Tages der Arbeit" sind in Braunschweig Tradition. Auch 2013 war es bei sonnigem Wetter ein gelungener Tag! Thematisch war diesmal die Belastung der Region durch  künstliche Radioaktivität besonders präsent: Neben der AG Schacht Konrad, die zusätzlich über die Asse informierte, war auch die BISS mit drei Großtransparenten, diversen kleineren Plakaten und einem gut ausgestatteten Stand vertreten. Unser Slogan: "Gemeinsam für eine atomfreie Braunschweiger Region"! (Womit, liebe Sprachfüchse, natürlich nur auf überflüssige, künstliche Radioaktivität Bezug genommen wird.) Weitere Fotos findet man beispielsweise hier und hier.

Kerzenaktion „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“

Am vergangenen Donnerstag, einen Tag vor dem Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl, fand im Rahmen einer europäischen Aktionswoche in der Braunschweiger Martinikirche eine Kerzenaktion statt. Bei dieser Andacht war auch die BISS mit Fürbitten vertreten, denn ein Zwischenlager und die Verarbeitung radioaktiver Stoffe in der Nähe von Wohnhäusern und Schulen gehören zu den Dingen, die wir im Rahmen des Mottos „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ vor Gott bringen wollten – ein Punkt, in dem auch eine überkonfessionelle bzw. säkulare Bürgerinitiative Einigkeit erzielen kann. Leider hielt sich die Besucherzahl in Grenzen; dennoch scheint es richtig und wichtig, dass hier seitens einer Landeskirche ein Zeichen gesetzt wurde.

Tiefflieger über dem Gelände

Am Dienstag, 16.04.2013, flog mindestens eine Militärmaschine vom Typ "Tornado" nahe an Lessinggymnasium/Grundschule vorbei und anschließend direkt über das Betriebsgelände der Thuner Nuklearfirmen (11:55 Uhr). Noch am selben Abend brachte ein Anwohner im Rahmen der Bürgerfragestunde des Bezirksrates Wenden/Thune/Harxbüttel folgende Fragen vor:

  1. Ist hier über den Ortschaften Wenden / Thune neuerdings militärisches Tieffluggebiet?
  2. Da diese Maschine direkt über die Firmen am Gieselweg geflogen ist, sind
    doch wohl die Bedenken der Bürger über eine aus der Luft entstehende
    Katastrophe durch Flugzeugabsturz berechtigt, oder sehen das die
    Bezirksratsabgeordneten anders?
  3. Soweit mir bekannt, sind militärische Tiefflüge über bewohnte Ortschaften
    generell nicht erlaubt, bei welcher Institution ist oder wurde dieser
    Vorfall angemeldet und aus welchem Grund?

Es wurde zugesagt, bis zur nächsten Sitzung (11. Juni) Antworten auf diese Fragen zu finden.

BISS für "Gemeinsam-Preis" nominiert

Die Braunschweiger Zeitung hat die Bürgerinitiative Strahlenschutz für den "Gemeinsam-Preis" nominiert, den sie in Kooperation mit dem Braunschweiger Dom für besonderes ehrenamtliches Engagement vergibt. In diesem Zusammenhang erschien am 06.03. (online 05.03.) ein Portrait der BISS. Wir freuen uns darüber, dass unser Einsatz, der ja der Sicherheit aller Braunschweiger dienen soll, so gewürdigt wird!

BISS stellte Bürgerfragen im Rat

In der Sitzung des Rates der Stadt Braunschweig am 19.02.2013 wurden BISS-ige Bürgerfragen gestellt, die man samt den von der Verwaltung gegebenen Antworten hier nachlesen kann. Dabei ist zu beachten, dass die Antworten nach bestem Wissen, aber aus der Erinnerung und von Mitschriften notiert wurden und deshalb nicht so ausführlich ausfallen können, wie sie gegeben wurden.

NACHTRAG: Die BiBS-Fraktion hat die Bürgerfragen und -antworten offenbar wörtlich zur Verfügung gestellt, wie man hier sehen kann.

Geruchsbelästigungen melden

Im Umkreis der Thuner Nuklearfirmen kommt es immer wieder zu Geruchsbelästigungen teilweise erheblicher Art. Diese können nur dann eingeschränkt werden, wenn Betroffene die Beeinträchtigungen melden und ein möglichst umfassendes Bild entsteht. Deshalb wendet Euch in solchen Fällen möglichst schnell an die Stadt, z.B. den Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz.

BISS-Rückblick: Bunte Wände!

Unser Strategietreffen führte eines ganz besonders vor Augen: Wir waren nicht untätig im vergangenen Jahr! Die für unsere Aktivitäten vorgesehenen Schaubilder waren proppenvoll mit bunten Kärtchen aus verschiedensten Arbeitsbereichen: Politik, Verwaltung, Kirche, Veranstaltungen, Verhandlungen... Die Wand war nicht groß genug, um alles zu notieren, was wir unternommen haben. Und es hat etwas gebracht: Ohne die Veränderungssperre stünde der neuen Halle für Atommüllverarbeitung in großen Stil nichts mehr im Wege, Wohngebiete mit Schulen und Kindergärten hin oder her. Nicht zuletzt dank unserer Bemühungen konnten wir dem einen Riegel vorschieben - seht's euch selbst mal an!