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Betriebsunfall auf dem Gelände?

Am 17.4. um 15:43 startete der Christoph 30 vom Betriebsgelände an der
Harxbütteler Str. 3.
Neben dem Gebäude von GE Healthcare/Buchler standen ein Rettungswagen und ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Braunschweig.
Zur Beruhigung: Zu dem Zeitpunkt konnten wir keine höhere Strahlung als sonst am Gieselweg und um das Gelände feststellen.
An dieser Stelle gute Besserung an den/die Betroffene(n).
[update 18.04.]
Wie wir gerade erfahren haben, handelte es sich offenbar um eine Übung auf dem Gelände. Gut, dass niemandem wirklich etwas passiert ist.

 

Offenbar Transport nach Oak Ridge

Abfallcontainer werden verladen

Nach Aussagen von Anwohnern verließen am Donnerstag, dem 22.11.12, gegen Mittag fünf 40-Tonner-Sattelschlepper, beladen mit den grauen Containern, die am/ab 13.11.12 verladen worden waren, das Gelände.

Fahrtrichtung in Richtung Harxbüttel (vermutlich zur A2).
Offensichtliches Ziel: über Hamburg nach Oak Ridge zur Verbrennung/Volumenreduktion. (Während einer kürzlich erfolgten Betriebsbesichtigung wurde von offizieller EZN-Seite darauf hingewiesen, dass einer der Container auf dem Hof, der gerade sichtbar war, in die USA gehen würde.)

OakRidge001

Die radioaktive Asche wird in diesem Fall wieder hier angeliefert werden.
Das Material wird also mit allen Risiken mehrmals um die halbe Welt tranportiert, um am Ende mit derselben Strahlungsaktivität, nur mit weniger Volumen zum Ausgangspunkt zurückzukehren.
Die Anwohner von Oak Ridge freuen sich schon darauf:

http://www.nonukesyall.org/stop_German_waste_import.html

Es handelt sich hierbei u.a um die Container, die hier über Monate mit in Säcke gefülltem Abfall beladen und gelagert wurden:

Diese Container wurden am 13.11.12 verladen
Platz für neuen strahlenden Müll

Täuschen, Tricksen, Tarnen…

Wieso müssen wir uns eigentlich dafür rechtfertigen, dass wir das nicht direkt neben Schulen und Wohngebiet haben wollen?


Versteckt zwischen den Gebäuden wird wieder ein Transport fertiggemacht, Gefahrstoffklasse 7c, Radioaktiv, 3 Balken, d.h. je nach Transportindex wieder einmal eine Dosisleistung von mindestens 0,5 mSv/h bis zu 10 mSv/h. (Millisievert pro Stunde, nicht Mikro und nicht pro Jahr!)

Wir erinnern uns:

Hearing in der Stadthalle: 2012-01-25 19:30:10:

Eckert: Danke… Alles, was wir drüben zusammenkratzen, ist eine Tafel Schokolade an Ausgangsstoffen. Man braucht also keine, man muss sich da nicht groß mit beschäftigen, man braucht keine Inventarlisten, die hier angeklagt wurden Herr Huk, um das zu wissen. Das ist das für jeden offensichtlich, der sich mit Medizinprodukten beschäftigt. In dem Moment, wo Sie keine Wärmeentwicklung haben, weil wir keine Kernbrennstoffe haben. In dem Moment, wo Sie mit Massen im Grammbereich arbeiten, befinden Sie sich nicht mehr, und das ist der Punkt, in der Stratosphäre der Jahrhundertrisiken, sondern auf dem Boden der gewöhnlichen industriellen Gefahrstoffe, im Reich von Giften, Säuren und Laugen. Natürlich sind die Stoffe noch immer gefährlich, natürlich sind die Stoffe nicht harmlos, aber wir reden hier über Risiken weit unter dem Niveau des Straßenverkehrs. Ich habe Ihnen hier einmal das kleinste Vorratsgefäß mitgebracht, das sich im Betrieb überhaupt finden lässt. Nichtmal marmeladenglasgröße….

Alles nur Niedrigstrahlung – aber sicher doch!

Am 22.8.12 fuhr der EZN-Transporter von Norden kommend durch Wenden, bog in Wenden nach rechts in Richtung Schule / Thune ab, und fuhr dann weiter über die Kanalbrücke zu EZN in Thune.

Soweit so gut – oder auch nicht.

Der Container trug Warnschilder Gefahrgutklasse 7c;
Radioaktiv, 3 rote Balken.
Das bedeutet je nach Transportindex, der nicht zu erkennen war, eine Dosisleistung des Inhalts von mindestens 0,5 mSv/h bis zu 10 mSv/h.
(Wohlgemerkt: Millisievert pro Stunde, nicht Mikro und nicht pro Jahr!)
Soweit also zur Niedrigstrahlung.

Die Zugmaschine: Mercedes-Benz, Actros 1841, Leergewicht ca. 7,8t
Der Auflieger: Krone Box-Liner, 3-Achs Auflieger, Gewicht ca. 5,5t
Der Container: Spezialcontainer, Leergewicht 4,1t, (max. 26t)
Dazu kommen noch Fahrer, Diesel und die Ladung im Container…

Die Kanalbrücke zwischen Wenden und Thune hat übrigens eine Gewichtsbeschränkung von 16t und LKW bis maximal 16t müssen beim Befahren der Brücke noch einen Mindestabstand von 50m einhalten.

Also nochmal zusammengefasst:
Der 40-Tonner von EZN fährt mit Gefahrgut von 0,5 – 10 mSv/h über eine 16-Tonnen Brücke.

Ist das die Vorstellung von Sicherheit, die den Aktivitäten dieser Firma zugrunde liegt?

Wie glaubwürdig sind die anderen Angaben der Firma bezüglich Strahlung und Risiko?