Anfrage wegen unklarer Messwert-Darstellung des NMU

Seit Anfang 2016 ist der Strahlenwert am Tor der Atomfirmen, gemessen durch ein Gerät des Niedersächsischen Umweltministeriums, online verfügbar. Die Werte werden 1x täglich aktualisiert, und zwar jeweils nach einer Prüfung auf Plausibilität.

Weil uns aufgefallen ist, dass bei "Peaks", also Ausreißern der Messwerte nach oben, schon mehrfach die grafische Darstellung, also die "gezeichnete Linie", nicht mit dem dazu angezeigten Zahlenwert übereinstimmte, haben wir dazu nach Umweltinformationsgesetz (NUIG) folgende Anfrage gestellt:

[Z]um wiederholten Male ist es nicht möglich, bei einem Peak der ODL-Werte [ODL = Ortsdosisleistung, Anm. BISS] für Thune, der offensichtlich den obersten Wert der Skala (0,5 µSv/h) sprengt, den genauen Wert anzuzeigen. Egal, wie stark man die Anzeige vergrößert, der Wert wird als 0,09 µSv/h angegeben, während grafisch ersichtlich ist, dass mindestens 0,5 µSv/h vorlagen.

Daher unsere Fragen:

  1. Wie hoch ist laut Ihrer Datenbank der tatsächlich gemessene Wert?
  2. Wurde hier ein "unplausibler" Wert nach einer Prüfung "herunternotiert"?
  3. Falls 2. zutrifft: Mit welcher Begründung geschah dieses "Herunternotieren"?
  4. Falls 2. nicht zutrifft: Wird geprüft, weshalb es desöfteren zu solcherart der Öffentlichkeit eben nicht wirklich zugänglichen Daten kommt?
  5. Wie wird zukünftig ausgeschlossen, dass es zu solchen fehlenden Angaben bzw. geradezu Fehlangaben kommt?

Im Anhang der Screenshot:

Die Antwort, die vermutlich in 4-6 Wochen kommt, veröffentlichen wir auf unserer Homepage.

Anmerkung:

Wir stehen grundsätzlich auf dem Standpunkt: Mehr Messpunkte sind begrüßenswert, senken aber nicht die tatsächliche Strahlung! Atomfirmen gehören nicht ins Wohngebiet.

Zum Thema Genpool: Geschlechterverhältnis

Die gestrige öffentliche Fachkonferenz Schachtanlage Asse II / Niedrigstrahlung und Gesundheit in Remlingen thematisierte unter anderem das verschobene Geschlechterverhältnis in der Umgebung von Atomanlagen. Gemeint ist damit: Man hat immer wieder beobachtet, dass sich im Umfeld ionisierender Strahlung weniger Mädchengeburten finden, als zu erwarten wären.

Damit liegt ein Hinweis darauf vor, dass der Genpool der Bevölkerung in diesen Bereichen beeinflusst ist. Über mögliche Erkrankungen wird damit noch nichts ausgesagt. Die Häufung dieser Beobachtung an diversen Standorten und im Zusammenhang mit Tschernobyl und Fukushima lässt jedoch verharmlosende Ignoranz nicht mehr zu. Das, so zeigte die Veranstaltung gestern, wird zunehmend auch in der Wissenschaft und bei den verantwortlichen Institutionen deutlich.

Für Braunschweig-Thune hatte die BISS bereits vor Jahren Untersuchungen angestellt. Der zugehörige Aufsatz mit Belegen erschien 2015 im "Strahlentelex".

Rauchendes Fass bei Eckert & Ziegler

aufgrund eines hohen radioaktiven Wertes von unserem BISS Gammamonitor fragten wir bei der Braunschweiger Feuerwehr nach, ob es bei Eckert & Ziegler einen Zwischenfall gegeben hatte.

Außerdem fragten wir auch beim Landesumweltministerium und deren Gutachtern beim NLWKN nach. Es handelte sich jedoch um einen technischen Fehler in unserem Gammamonitor.

Andererseits kam dabei ein Zwischenfall ans Tageslicht, der vielleicht sonst nie veröffentlicht worden wäre. Am Freitag den 10. Juni begann ein Fass mit "seltenen Erden" bei Eckert & Ziegler, bei dem Versuch es neu zu verpacken, sehr starke Rauch- und Wärmeentwicklung zu erzeugen. Daraufhin wurden die Feuerwehr und das Landesumweltministerium alarmiert, weil es sich um ein Fass mit radioaktiven Stoffen handelt.

Fünf Tage später und nach zwei Telefonanrufen wandte sich Eckert & Ziegler mit einer Presseerklärung zu dem Vorfall an die Öffentlichkeit.

Transparenter Umgang mit der Öffentlichkeit sieht anders aus.

Der Vorfall zeigt außerdem wie schnell ein angeblicher Routinefall aus dem Ruder laufen könnte. Solche Risiken haben in einem Wohngebiet neben Schulen und Kindergärten nichts zu suchen.

BISS e.V.

Meldepflichtiges Ereignis bei Eckert & Ziegler

Am Freitag, 10.06.2016, lieferte der BISS-Gammamonitor in der Nähe des Braunschweiger Geländes nachmittags über mehrere Minuten hinweg extrem hohe Messwerte. Wir nahmen das zum Anlass für Nachfragen. Dabei erfuhren wir: Am Freitagvormittag gab es ein meldepflichtiges Ereignis.

Die Feuerwehr bestätigte, dass ein Fass mit radioaktivem Inhalt Wärmeentwicklung aufwies. Beim Öffnen kam es auch zu Rauchentwicklung.

Derzeit ist unklar, wo sich dieses Fass inzwischen befindet und ob noch weitere Fässer betroffen sind. Wir bleiben dran.

Online-Überwachung bei Eckert & Ziegler startet

Das Niedersächsische Umweltministerium hat die Online Überwachung der Direktstrahlung bei Eckert & Ziegler in Braunschweig an der Harxbütteler Straße gestartet. Direkt in der Einfahrt für die Medizin- und Atommülltransporte.

Die Messwerte können auf den Seiten des NMU nachgesehen werden. Zum Vergleich dazu können auch die Messsonden auf den Seiten des Bundesamtes für Strahlenschutz genutzt werden.

Oder eben der gute alte Gamma-Monitor der BISS.

Leider hat auch der Messsensor des NMU hin und wieder Aussetzer und misst mal einen Tag nicht oder kann nur nachträglich gelesen werden. Nutzen Sie ruhig auch die Funktion, die Messdaten für 7 Tage oder einen Monat auf einen Blick zu sehen.

Doku-Themen: Stromkonzerne und Fukushima

Warum? Wieso? Weshalb? - Vieles lässt sich besser verstehen, wenn man sich die Sachverhalte eingängig in einem Film erklären lässt.

So zum Beispiel zum Thema:

Klickt mal rein ...

 

"Wunschkiste mit BISS" zum Nachhören

Wer am 31. Juli die Okerwelle-Livesendung "Wunschkiste" mit BISS-Mitgliedern verpasst hat oder sie einfach nochmal nachhören möchte, kann das zukünftig hier auf unserer Webseite tun (GEMA-bedingt bis auf die Musik). Wir danken Radio Okerwelle und dem zuständigen Redakteur/Moderator Wolfgang Altstädt für die freundliche Genemigung!

Wunschkiste 01_Jingle

Wunschkiste 02_Vorstellung_Grenzwerte_Musikauswahl

Wunschkiste 03_Engagement_Schlackesteine_undsoweiter

Wunschkiste 04_Atommüll_Medizin_Transporte

Wunschkiste 05_Störfälle

Wunschkiste 06_Unterstützung und Diffamierung

Wunschkiste 07_Ganz Braunschweig ist betroffen_Abluft_Alternativen_Wünsche_Visionen

Wunschkiste 08_Zwischenlagerfrage

Wunschiste 09_aktueller Stand_Buchlerantrag_Fehlentscheidung von SPD und CDU

Wunschkiste 10_Veranstaltungen_Rechtshilfefonds

 

 

BISS stellt aktuelle Strahlenwerte ins Netz

HIER GEHT'S ZUM GAMMA-MONITOR.

- Pressemitteilung - 2014-07-04

BISS stellt aktuelle Strahlenwerte ins Netz

In Braunschweig-Thune arbeiten die Firmen Eckert & Ziegler sowie GE Healthcare Buchler mit radioaktiven Substanzen. Die Betriebe stehen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohnhäusern. Im Januar hatte das Niedersächsische Umweltministerium die Einrichtung weiterer offizieller Messpunkte bekannt gegeben. Die dadurch ermittelten Daten zur Strahlenbelastung stehen der Öffentlichkeit jedoch nur nach mehrmonatiger Verzögerung zur Verfügung. Auch Aussagen über kurzfristige Belastungsspitzen sind derzeit nicht möglich.

Die Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) misst daher seit Anfang der Woche die Gamma-Ortsdosisleistung selbst und stellt die ermittelten Werte minutengenau ins Netz. Auf der Webseite der Initiative (www.biss-braunschweig.de) findet sich neben der grafischen Aufbereitung der Messergebnisse auch eine genaue Dokumentation des Messaufbaus sowie der Software.

BISS e.V.

EDIT (Webseite) 04.07.2014, 17:33 Uhr: Seit 30.06.'14, 16:00 Uhr läuft unser neuer Gammamonitor in der Nähe des Geländes. Natürlich konnten wir das Gerät nicht direkt am Zaun platzieren, und damit auch nicht an den Messpunkten mit der höchsten Strahlung.

Neuer Gammamonitor

Wir haben einen neuen Gammamonitor!
Seit dem 30.06.14 16:00 befindet sich der neue Gammamonitor an seinem Bestimmungsort.

Unser Messaufbau besteht aus:
1. Gammascout online, Nr. 45095, kalibriert mit +/- 5% (Zertifikat-45095), eingestellt auf minütliche Speicherung der Messdaten
2. "Raspberry PI"-Minicomputer mit entsprechender Software zum Auslesen des Gammascout und zur grafischen Aufbereitung der Messdaten
3. Kabelage

Zu den neuen Messwerten geht es hier-> Gammamonitor.

Weiterlesen

Umweltminister will Nuklearfirma prüfen - Streit um Strahlungswerte in Braunschweig

Die Überschrift lässt es vermuten.

Es gibt intensive und umfassende Berichte über Eckert & Ziegler beim NDR. Ausgestrahlt ab dem 22. Juni in Hallo Niedersachsen, auf der Homepage des NDR und in den Radiosendungen des NDR.

Schaut mal hier rein:

Weitere kaputte Bauteile im Reaktorkern von AKW Grohnde gefunden ...

AKW-Grohnde

AKW-Grohnde

Bei der Kontrolle des Reaktorkerns im Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln sind weitere kaputte Bauteile entdeckt worden.

Niedersachsens grüner Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hält die Probleme sicherheitstechnisch für sehr bedenklich.

 

Bei der noch nicht abgeschlossenen Überprüfung der sogenannten Drosselkörper sei festgestellt worden, dass daran mindestens zwei weitere Federn beschädigt seien, sagte Wenzel am Dienstag in Hannover. Die Drosselkörpern werden zur Kühlung der Brennstäbe eingesetzt, von 132 sind damit nun schon drei beschädigt.

Wie lange der Meiler in Grohnde noch vom Netz bleibt, sei offen.

Aus den Augen, aus dem Sinn...

Wie wir bereits mehrfach berichtet haben, stehen rostige Fässer mit entsprechenden Bezeichnungen hinter den Hallen auf dem Gelände.
Ein Fass war Attrappe - viele andere nicht!
Rostige Fässer "überschminkt"
Rostfässer und neue Container: Es reicht!

07.05.14 Blick vom Kanal

In der laufenden Beobachtung des Geländes waren am 07.05.14 vom Kanal aus keine Rostfässer mehr zu sehen.
Jetzt könnte man annehmen, die Firma hat auf unseren Protest reagiert und alle Rostfässer weggeräumt.
Hat sie auch.
Aber wohin?
In die Hallen? Weggebracht?

07.05.14 Blick von Westen

 

Wenn man jetzt allerdings genauer hinschaut, muss man feststellen, dass die Fässer und der Schrott, der hier im Freien lagert, nur aus dem Sichtfeld vom Kanal aus weggeräumt wurden. Rostfässer und Schrott sind noch da, sie wurden, um sie vor flüchtigen Blicken zu verbergen, einfach hinter den Containern gestapelt.
Man sieht sie nur nicht mehr sofort.

07.05.14 Weiterer Blick von Westen

 

Das nennt man dann wohl 'unter den Teppich kehren':
Was man nicht sieht, ist auch nicht da - genau so wie die Strahlenbelastung, die von der Anlage ausgeht.

 

 

 

Wir werden also diesmal an unserem Sonntagsspaziergang keine Fässer zu Gesicht bekommen, weil sie vom Weg aus nicht zu sehen sind. Wir wissen aber, sie sind da.
Die Mahnwachen gehen weiter, bis sowohl die unhaltbaren Zustände auf dem Betriebsgelände abgestellt sind als auch die Erweiterung vom Tisch ist!

Stichwort des Tages: 2000-Stunden-Regelung

Wir regen uns seit fast drei Jahren immer wieder über dieselben Ungerechtigkeiten auf, argumentieren und fordern unser Recht auf Vermeidung unnötiger Gefahren ein, das wir mit Füßen getreten sehen. Damit Ihr auch Bescheid wisst, hier mal ein paar Infos zur sogenannten "2000-Stunden-Regelung".

Wir wehren uns weiter! Unterstützt Ihr uns?

Mahnwachen-Impressionen

Am 11.03. ging's los: Seit mittlerweile fast vier Wochen finden täglich trotz der für Werktätige ungünstigen Zeit zwischen 16 und 17 Uhr Mahnwachen vor dem Werkstor von Eckert & Ziegler statt. Damit wollen wir insbesondere auf drei Sachverhalte aufmerksam machen:

 

 

1) Die neuen Messpunkte des Umweltministeriums führen nicht zu mehr Sicherheit, weil die Strahlung dank der 2000-Stunden-Regelung den Grenzwert faktisch übersteigen darf (und tatsächlich auch in bestimmten Bereichen übersteigt). Durch mehr Wiegevorgänge wird das Schwein nicht schwerer!

 

2) Die illegal platzierten Container mit (zumindest teils) radioaktivem Inhalt wurden trotz Anweisung der Stadt noch nicht abtransportiert. Stattdessen stellte man zwei neue Container auf, und zwar im hinteren Bereich des Geländes und ohne die üblichen "Füße", die einen raschen Abtransport ermöglichen würden. Die Stadt prüft derzeit, ob es sich um Lagercontainer handelt, d.h. sie erkundigt sich bei den Firmen.

3) Mit Radioaktivitätskennzeichen versehene Rostfässer im Hof vertragen sich nicht mit sicherem Wohnen für Familie & Co!

Ihr findet das auch? Dann kommt einfach mal dazu!

BISS beim Stadtputztag

Die BISS hat rund um Eckert & Ziegler sauber gemacht: Der Stadtputztag erlebte auch in Thune einen "Freilandreinigungsprozess", der sich sehen lassen kann. Das rostige gelbe Fässchen auf dem Foto ist übrigens weder von Eckert & Ziegler noch eine mitgebrachte Requisite, was man angesichts echter Rostfässer auf dem Gelände und eines Online-Disputs ja leider hinzufügen muss. Dem Spaß am Stadtputztag hat das aber keinen Abbruch getan, so dass wie überall in der Stadt auch an dieser Stelle Bürger etwas Sinnvolles fürs Gemeinwohl beigetragen haben, wie man hier sehen kann!

1. Sonntagsspaziergang der BISS am 9. März

Bei extrem schönen Wetter trafen wir uns mit etwa 54 Interessierten zum ersten Sonntagsspaziergang um das Firmengelände der Atom-Firmen GE Healthcare Buchler und Eckert & Ziegler in Braunschweig-Thune.

BISS Interessierte beim Sonntagsspaziergang

BISS Interessierte beim Sonntagsspaziergang

Neulinge im Thema bekamen die Gelegenheit, ihre Neugier zu stillen und BISS-Aktive sowie auch unseren Ortsbürgermeister Hartmut Kroll zu befragen.

An einigen herausgehobenen Punkten unterhielten wir uns über die neuen Messpunkte oder die vielen illegalen See-Container mit, laut Gewerbeaufsichtsamt, "unbekanntem" Inhalt.

BISS Sonntagsspaziergang am Ort

BISS Sonntagsspaziergang am Ort

Auch die  rostigen Fässer, die sogar neu angemalt wurden, nachdem wir sie mit Fotos als rostige Atommüllfässer entarnt hatten, wurden besucht.

BISS Sonntagsspaziergang Fässer

BISS Sonntagsspaziergang Fässer

 

 

Nach gut eineinhalb Stunden Rundgang um das Gelände beendeten wir die Kundgebung und rollten unsere Fahnen ein.

Der nächste Sonntagsspaziergang findet am 13. April statt und danach am zweiten Sonntag eines jeden Folgemonats.

 

Morgen, am 10. März, findet die Mahnwache und Kundgebung zum 3. Fukushima-Jahrestag vor dem Braunschweiger Rathaus statt und ab Dienstag eine - zunächst - einwöchige Mahnwache vor dem Werkstor bei Eckert & Ziegler.

BISS Sonntagsspaziergang am 9. März

BISS Sonntagsspaziergang am 9. März

Gutachten zur Neutronenmessung

Mit der Verlagerung der Zuständigkeit vom GAA zum Umweltministerium geht neuerdings ein Mehr an Messungen, unter anderem auch Neutronenmessung, durch die Überwachungsbehörden vonstatten. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, obwohl

  • damit natürlich nichts an der faktischen Grenzwertüberschreitung geändert wird, die durch die Anwendung der 2000-h-Regelung entsteht,
  • noch immer die Abluft nicht gegengeprüft wird, für die extrem hohe Genehmigungen vorliegen,
  • nichts kontinuierlich veröffentlicht wird (nur 1x im Jahr) und
  • die Dosimeter in größeren Intervallen, d.h. nicht sofort, ausgelesen werden, also noch immer keine Ausreißer der Emission nach oben hin dokumentiert werden können und die Bevölkerung, was Informationen bei möglichen Störfällen bzw. schnelle Warnungen in einem solchen Fall betrifft, nach wie vor vom Betreiber der Anlage abhängig ist.

Nichtsdestotrotz begrüßt die BISS diese erste minimale Veränderung, denn die Notwendigkeit der quantitativen Neutronenmessung wurde in einem Gutachten bestätigt, das wir 2013 durch die Physikerin Frau Oda Becker (Hannover) erstellen ließen. Weiterlesen

Ministerium: Bessere Umgebungsüberwachung angeordnet

Laut Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz wurden "die Programme zur Strahlenüberwachung der Umgebung am Zwischenlager für radioaktive Abfälle in Leese (Firma Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH) sowie an den Produktions- und Abfallkonditionierungsanlagen in Braunschweig-Thune (Firma Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH und Firma GE Healthcare Buchler GmbH & Co KG)" verschärft.

Zusätzliche Messpunkte wurden eingerichtet, die Abstände zwischen den Messungen wurden verkürzt. Orientierungsrahmen hierbei ist interessanter Weise die "Richtlinie zur Emissions- und Immissionsüberwachung kerntechnischer Anlagen (REI)". In Braunschweig werden jetzt zudem sowohl die Gamma- als auch die Neutronendosen doppelt überwacht, nämlich außer durch die Betreiber zusätzlich durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

Damit ist ein erster wichtiger Schritt hin zu einer verbesserten Überwachung getan. Bleibt zu hoffen, dass ähnlich positive Anordnungen demnächst auch für die Abluft getroffen werden, denn dort wurde bekanntermaßen für bestimmte Nuklide das Mehrhundertfache dessen genehmigt, was die Strahlenschutzverordnung eigentlich als Höchstwert vorsieht. Berechnungen für die Verteilung der Nuklide in der Umwelt, wie sie einer Genehmigung eigentlich zugrunde liegen müssten, konnte das Gewerbeaufsichtsamt seinerzeit der BISS nicht zugänglich machen. Diese Verteilung muss nun dringend auf den Prüfstand gestellt werden. Und natürlich nützt die beste Überwachung wenig, wenn weiterhin die genehmigten Grenzwerte zu hoch liegen; auch die muss man überarbeiten.

Ratssitzung am 17. Dezember: Die BISS fragte nach

Die folgenden Fragen der BISS wurden am 17. Dezember in der Ratssitzung gestellt und durch die Stadtverwaltung beantwortet.

Die 1. Frage zum ESK-Gutachten des Bundesumweltministeriums.

Die 2. Frage zur Pressemitteilung von EZN, das "Kompetenzzentrum Sichere Entsorgung" zu schließen.

Die 3. Frage zum Atommüll aus Leese für Braunschweig bzw. für Leese aus Braunschweig.