Archiv der Kategorie: Braunschweiger Zukunft

Doch nicht Würgassen? Doch Braunschweig?

Das Atommüllzwischenlager Konrad, oder auch Eingangslager für Schacht Konrad, oder Logistikzentrum Würgassen findet streitbare Gegner in Würgassen.

Info: Worum es geht.

Aktuell hat die Bezirksregierung Detmold den Plan für das Logistikzentrum Würgassen abgelehnt. Offensichtlich ist der Widerspruch der BGZ gegen die bestehende Regionalplanung zu spät eingegangen und wurde mit der Begründung „verfristet“ zurückgewiesen. Der Antragsteller, die BGZ, hat gegen den Stop Einspruch eingelegt.

Dem Standpunkt der BGZ hat die Bezirksregierung hiermit widersprochen.

In den Nachrichten hört sich das so an: NDR – Niedersachsen

Vor Ort ist man sich einig, dass das neue Atommüllzwischenlager nicht kommen darf, sagt die Bevölkerung.

Sollte Würgassen nicht mehr infrage kommen, was die BISS ausdrücklich begrüßen würde, rückt jedoch der nächste Standort auf der Liste nach – und das ist Bechtsbüttel bei Braunschweig, nicht weit entfernt von Eckert & Ziegler, der Atomfirma neben Schulen und Wohnhäusern. Auch dieser Standort wird von der BISS mit guten Gründen abgelehnt.

Hier finden Sie die Informationen aus Würgassen auf den Seiten der Bürgerinitiative.

Mahnwachen vor dem Gelände

Besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen:
In der derzeitigen besonderen Situation haben wir uns entschlossen, unsere Mahnwachen vor dem Gelände bis einschließlich dem 13. April auszusetzen.
Die Mahnwachen gehen, sofern keine weiteren Ereignisse eintreten,
am Montag, 20.04. um 16:00 Uhr wieder an den Start.
Wir halten Euch auf dem Laufenden
Bleibt gesund!

 

Der „anormale Betriebszustand“ – Umweltminister Lies im Schulterschluss mit Braunschweiger Atomfirmen

Fehlerhafte Annahmen, falsche Argumente und irrwitzige Schlussfolgerungen. Umweltminister Olaf Lies weigert sich mit dem Hinweis auf „anormalen Betriebszustand“, die fehlerhaften Grundannahmen in der Störfallanalyse der Atomfirmen zu überprüfen. 

Eine (Real-)Satire und ihr Hintergrund.

2012 haben die beiden Braunschweiger Atomfirmen Eckert & Ziegler und GE Healthcare Buchler jeweils eine Störfallanalyse in Auftrag gegeben. Im Rahmen der Recherche von „Panorama 3“ konnte auch die BISS e.V. einen Einblick in diese bislang immer noch geheim gehaltenen Dokumente werfen. Hier wurde deutlich: Beide Störfallanalysen sind in weiten Teilen identisch – sogar wortgleich.

„Panorama 3“ berichtete darüber hinaus in einem TV-Beitrag ausführlich darüber, dass die Störfallanalyse von GE Healthcare falsche Annahmen trifft.

In der Störfallanalyse wurden mehrere Unfallszenarien betrachtet. Das Szenario, in dem die wenigsten Annahmen getroffen werden mussten und durch das somit prinzipiell die Auswirkungen am genauesten vorhergesagt werden können, war der „Präparateabsturz“, weil der Umfang des betroffenen radioaktiven Inventars exakt angegeben werden kann. Bei allen anderen Unfallszenarien mussten zahlreiche Zusatzannahmen getroffen werden, sodass hier die Unsicherheit wesentlich größer ist hinsichtlich der Frage, was im Fall eines Falles tatsächlich an Radioaktivität betroffen wäre und freigesetzt würde.

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[Kommentar] Herr Umweltminister: Was wollen Sie verantworten?

Schicksalsfrage für Braunschweig und Umgebung

Am 18.10. sendete das Magazin Panorama 3 (NDR) einen Beitrag mit dem Titel „Störfall in Braunschweig – Anwohner kämpfen um Aufklärung“. Darin wird unter anderem verdeutlicht: Die Störfallanalyse, die im Auftrag der Thuner Atomfirmen erstellt wurde, ist mit mindestens sehr zweifelhaften Daten gefüttert worden.

Beim Störfall vom November 2017 wurde mit mehr Radioaktivität hantiert, als die Störfallanalyse für vergleichbare Umstände annimmt. Dies wurde in der Sendung ironischer Weise sogar durch denselben Experten klargestellt, der im Auftrag der Stadt Braunschweig das sogenannte „Restrisikogutachten“ erstellt hatte. Trotz dieser eindeutigen Sachlage – die Störfallanalyse liegt der Panorama-Redaktion vor – bleibt Umweltminister Lies dabei: Die Störfallanalyse sei das präziseste Instrument zur Betrachtung des Risikos.

Unterdessen hat die Bürgerinitiative Strahlenschutz Braunschweig (BISS) ihren Stresstest in revidierter und leicht erweiterter Form vorgelegt. Das Fazit bleibt dasselbe: Wird nur ein Tausendstel des genehmigten Inventars frei, drohen noch in 20 km Entfernung Evakuierungen. Der Stresstest wurde Braunschweigs Oberbürgermeister Markurth übergeben sowie zusammen mit einem Offenen Brief dem Niedersächsischen Umweltminister Lies.  [Kommentar] Herr Umweltminister: Was wollen Sie verantworten? weiterlesen