Archiv der Kategorie: Braunschweig

Und wieder ein „Meldepflichtiges Ereignis“ bei Eckert & Ziegler: Radioaktive Abluft im Mai zu hoch!

Eckert & Ziegler musste dem Umweltministerium mitteilen, dass der maximal zulässige radioaktive Abluftwert für das Nuklid C-14 im Mai „möglicherweise überschritten wird“… (siehe Meldepflichtiges Ereignis bei Braunschweiger Unternehmen).

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung durch das Ministerium haben wir bereits den 10. Juni 2022 und im Mai „wird“ der Grenzwert für die Abluft „voraussichtlich“ überschritten?
Wieder erfahren die Anwohner ein solches Ereignis Wochen später über die Presse.
Und natürlich bestand und besteht keinerlei Gefährdung, natürlich ohne die Werte auch nur ansatzweise nennen zu können.
Äußerst glaubwürdig.

Dies ist übrigens nicht das erste Ereignis mit C-14 dieser Art an diesem Standort:
Meldepflichtiges Ereignis bei Eckert & Ziegler: Radioaktive Abluft im Dezember zu hoch!
Im Unterschied zum Ereignis im Dezember 2020, wo bereits im Dezember die Messwerte verfügbar und öffentlich waren, hält man es hier offensichtlich Wochen später nicht mal für nötig, zeitnah die Messwerte zu den Überschreitungen zu liefern.

Dies lässt eigentlich nur zwei Schlüsse zu:
Entweder die Anwohner werden hier seitens des Ministeriums und Eckert und Ziegler bewusst im Unklaren gelassen oder
es bestehen hier erhebliche Mängel bei der Überwachung der Abluft.
(oder Beides)…

„Gerade jetzt – in Braunschweigs Norden“: Infovideo

Das neue Infovideo der BISS informiert unter anderem über den aktuellen Stand der Klage – die sich in der entscheidenden Phase befindet! – und über mögliche Gründe für das unsägliche behördliche Zögern bezüglich der Schaffung ausreichender Sicherheit für Anwohnerschaft und Region.

Pressemitteilung – „Brandschutz seit 4 Jahren nicht umgesetzt“

– Pressemitteilung –
Brandschutz seit 4 Jahren nicht umgesetzt

Vor vier Jahren musste Eckert & Ziegler (Braunschweig) Baugenehmigungen für Brandschutzmaßnahmen einholen, weil der TÜV Nord bei der Prüfung der Störfallanalyse, die als Grundlage für die enorm hohe Strahlengenehmigung von Eckert & Ziegler erstellt wurde, diese Brandschutzmaßnahmen gefordert hatte.
Auf Nachfrage des BIBS-Mitgliedes im Stadtbezirksrat Wenden-Thune-Harxbüttel im April 2021 zeigte sich, dass diese dringend erforderlichen Brandschutzmaßnahmen immer noch nicht umgesetzt wurden und Eckert & Ziegler im Februar 2021 eine Verlängerung der Baugenehmigungen beantragen musste. (siehe Anlagen)

Als der TÜV Süd bis März 2021 zwei neue Verfügungen des Landesumweltministeriums zur Eckert & Ziegler-Strahlengenehmigung positiv begutachtete, ging er jedoch davon aus, dass die Brandschutzmaßnahmen bereits umgesetzt seien. Dieser haarsträubende Zustand zeigt wieder einmal (nach den Unfällen 2017 und 2020), dass die Störfallanalyse von Eckert & Ziegler fehlerhaft ist und nicht als Grundlage für ihre Strahlengenehmigung gelten darf.

Solche nachweislich relevanten Fehler in der Strahlengenehmigung von Eckert & Ziegler befördern die Klage der vier Anwohner gegen diese Strahlengenehmigung, die aktuell geführt und vom Rechtshilfefonds Strahlenschutz e.V. finanziell unterstützt wird.

Die BISS fordert eine korrekte Prüfung und Umsetzung der Strahlengenehmigung von Eckert & Ziegler auch auf Basis des gutachterlich geprüften BISS-Stresstests.

Das Foto unseres Plakatanhängers ist frei verfügbar.

BISS e.V.

Keine Atomindustrie im Wohngebiet

Doch nicht Würgassen? Doch Braunschweig?

Das Atommüllzwischenlager Konrad, oder auch Eingangslager für Schacht Konrad, oder Logistikzentrum Würgassen findet streitbare Gegner in Würgassen.

Info: Worum es geht.

Aktuell hat die Bezirksregierung Detmold den Plan für das Logistikzentrum Würgassen abgelehnt. Offensichtlich ist der Widerspruch der BGZ gegen die bestehende Regionalplanung zu spät eingegangen und wurde mit der Begründung „verfristet“ zurückgewiesen. Der Antragsteller, die BGZ, hat gegen den Stop Einspruch eingelegt.

Dem Standpunkt der BGZ hat die Bezirksregierung hiermit widersprochen.

In den Nachrichten hört sich das so an: NDR – Niedersachsen

Vor Ort ist man sich einig, dass das neue Atommüllzwischenlager nicht kommen darf, sagt die Bevölkerung.

Sollte Würgassen nicht mehr infrage kommen, was die BISS ausdrücklich begrüßen würde, rückt jedoch der nächste Standort auf der Liste nach – und das ist Bechtsbüttel bei Braunschweig, nicht weit entfernt von Eckert & Ziegler, der Atomfirma neben Schulen und Wohnhäusern. Auch dieser Standort wird von der BISS mit guten Gründen abgelehnt.

Hier finden Sie die Informationen aus Würgassen auf den Seiten der Bürgerinitiative.