Zum Thema Genpool: Geschlechterverhältnis

Die gestrige öffentliche Fachkonferenz Schachtanlage Asse II / Niedrigstrahlung und Gesundheit in Remlingen thematisierte unter anderem das verschobene Geschlechterverhältnis in der Umgebung von Atomanlagen. Gemeint ist damit: Man hat immer wieder beobachtet, dass sich im Umfeld ionisierender Strahlung weniger Mädchengeburten finden, als zu erwarten wären.

Damit liegt ein Hinweis darauf vor, dass der Genpool der Bevölkerung in diesen Bereichen beeinflusst ist. Über mögliche Erkrankungen wird damit noch nichts ausgesagt. Die Häufung dieser Beobachtung an diversen Standorten und im Zusammenhang mit Tschernobyl und Fukushima lässt jedoch verharmlosende Ignoranz nicht mehr zu. Das, so zeigte die Veranstaltung gestern, wird zunehmend auch in der Wissenschaft und bei den verantwortlichen Institutionen deutlich.

Für Braunschweig-Thune hatte die BISS bereits vor Jahren Untersuchungen angestellt. Der zugehörige Aufsatz mit Belegen erschien 2015 im "Strahlentelex".

IPPNW fordert Verbleib von „Freigabe"-Material an Atomkraftwerksstandorten

AKW-Rückbau

Die Ärzteorganisation IPPNW fordert Bundes- und Landesregierungen auf, ihrer gesetzlichen Pflicht zum Schutz der Bevölkerung vor unnötiger und vermeidbarer Strahlenbelastung nachzukommen. Der gering radioaktive Abrissmüll aus dem Rückbau der deutschen Atomkraftwerke stellt eine nicht zu vernachlässigende Gefährdung der öffentlichen Gesundheit dar. Eine Freigabe und ein Recyceln von mehreren Millionen Tonnen gering radioaktiven Abrissmülls zu Alltagsgegenständen wie Heizkörpern, Zahnspangen oder Bratpfannen muss verhindert werden.

Trotz der erst im Dezember verabschiedeten gesetzlichen Festschreibung, stillgelegte Atomkraftwerke „unverzüglich abzubauen", muss nicht zwangsläufig eine Freimessung des gering radioaktiven Abrissmaterials erfolgen. Durch eine einfache gesetzliche Regelung und eine Änderung der Strahlenschutzverordnung könnten die Atomkraftwerksbetreiber verpflichtet werden, an den Atomkraftwerksstandorten robuste Lager, bzw. „Bunker" für die gering radioaktiven Abrissmaterialien zu schaffen statt sie freizugeben. Diese Entsorgungsstrategie wird in einem von der IPPNW in Auftrag gegebenen Gutachten der Intac GmbH nachdrücklich empfohlen.

In der gutachterlichen „Stellungnahme zu einem Verbleib von gering radioaktiven Materialien aus der Stilllegung von Atomkraftwerken an deren Standorten" empfiehlt der Physiker und Atomexperte Wolfgang Neumann die Option „Vollständiger Rückbau mit Bunker". Dabei würde der Bevölkerung durch die nicht erfolgte Freigabe Strahlenbelastung erspart. Es gäbe keine unkontrollierte Verbreitung von Radionukliden durch uneingeschränkte Freigabe in die Umwelt.

Auch müsste neben den Atomkraftwerksstandorten nicht an weiteren Standorten wie Deponien, Verbrennungsanlagen, Metallschmelzen oder Schrotthändlern mit gering radioaktiven Materialien umgegangen werden. Es geht hier allein um die Frage des Verbleibs gering radioaktiver Materialien, nicht um die Entsorgung der schwach‑, mittel‑ und hochaktiven atomaren Abfälle („Atommüll"), die selbstverständlich nicht an den Atomkraftwerksstandorten gelagert werden dürfen. Die IPPNW plädiert nachdrücklich für eine schnellstmögliche Beendigung der oberirdischen Zwischenlagerung des Atommülls.

Hintergrundinformationen:
•  Gutachterliche Stellungnahme von Intac/Wolfgang Neumann
•  Hintergrundpapier der IPPNW

Kontakt: Angelika Wilmen, Pressesprecherin der IPPNW, Tel. 030 / 69807415, Email: wilmen@ippnw.de, Henrik Paulitz, Referent für Energiepolitik, Tel. 06257-505-1707, Email: paulitz@ippnw.de. www.ippnw.de

Veranstaltung „Gefahren radioaktiver Strahlung – Asse im Fokus" am 23. November in der Ostfalia

Aufgrund der erhöhten Krebsrate in der ehemaligen Samtgemeinde Asse hatte die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) ein Gesundheitsmonitoring und eine Gefährdungsanalyse gefordert.

Der Kreistag hat das Thema aufgegriffen und für Februar 2017 eine öffentliche Fachkonferenz in Aussicht gestellt. Da die Meinungen der Fachleute z. B. zu Grenzwerten sehr unterschiedlich sind, ist die WAAG der Meinung, dass auch Wissenschaftler von kritischen Organisationen wie der Gesellschaft für Strahlenschutz und der Vereinigung „Ärzten in sozialer Verantwortung" (IPPNW) teilnehmen sollten. Dazu meinte Marcus Bosse (SPD) auf der Kreistagssitzung am 17.10.16: „Wir haben kein Misstrauen gegen Bundesbehörden."

Zur Einführung in das Thema lädt die WAAG für den 23.11.16 zu einer Veranstaltung mit Dipl. Ing. Thomas Dersee ein. Weiterlesen

Studie zu Geburten in Thune veröffentlicht / BISS fordert weitere Untersuchungen

- Pressemitteilung -

Der unabhängige Informationsdienst „Strahlentelex“ veröffentlicht in seiner aktuellen Ausgabe (Juni 2015) den Aufsatz „Verschiebung des Geschlechterverhältnisses in der Nähe der Braunschweiger Nuklearfirma Eckert & Ziegler“ von Dr. Thomas Huk. Die Bürgerinitiative Strahlenschutz nimmt dies zum Anlass, erneut eine Prüfung gesundheitlicher Auswirkungen zu fordern.

„In Gegenden, die durch ionisierende Strahlung, also Radioaktivität, belastet sind, findet man den Effekt, dass das Geschlechterverhältnis Neugeborener anders aussieht als in vergleichbaren Gebieten ohne diese Belastung: Es werden weniger Mädchen geboren, als man im Verhältnis zur Anzahl der Jungengeburten erwarten könnte. Die Wissenschaft diskutiert diesen Umstand kontrovers. Dr. Hagen Scherb und Dr. Kristina Voigt gehen davon aus, dass die Strahlung zum Absterben weiblicher Embryonen führt“, so BISS-Vorsitzender Huk.

Ein derartiger Effekt sei durch die vorliegende Studie für die Braunschweiger Ortsteile Thune und Harxbüttel statistisch abgesichert nachweisbar. Das Gesundheitsamt habe einen unvollständigen Datensatz geliefert, der für Thune ein verschobenes, aber nicht ganz so aussagekräftiges Verhältnis ergäbe. Die genauere Untersuchung der BISS habe hingegen nur Geburten gezählt, bei denen die Mütter schon während der Frühschwangerschaft im Bezirk ansässig gewesen seien. Für Wenden sei diese Art der Untersuchung wegen der hohen Fluktuation nicht möglich gewesen.

Laut Studie geht bereits der UNSCEAR-Report von 1958 davon aus, dass die Verschiebung des sekundären Geschlechterverhältnisses auf letale, durch ionisierende Strahlung induzierte Mutationen hinweist. Ionisierende Strahlung verursacht Krebs. Auch andere schwere Krankheitsbilder wie Diabetes oder Herzkrankheiten werden – so z.B. die internationale Ärzteorganisation IPPNW – durch ionisierende Niedrigstrahlung verursacht.

„Die Betroffenen können nicht nachweisen, wer den Schaden verursacht hat. Wir fordern daher die zuständigen Behörden dringend auf, im Sinne der Daseinsvorsorge das Geschlechterverhältnis als Indiz für einen Anfangsverdacht ernst zu nehmen. Der Norden Braunschweigs braucht ein kleinräumiges Krebsregister und eine Untersuchung weiterer Krankheitsbilder, die potentiell durch Strahlung hervorgerufen werden. Seit vielen Jahren brodeln Gerüchte über eine hohe Krebsrate im Bezirk, aber die Daten des Gesundheitsamtes sind unvollständig und gelten als unauffällig, obwohl gemeint ist, dass sie überhaupt keine belastbare Aussage hergeben.“

Ziel einer solchen Untersuchung müsse es sein, den Anfangsverdacht gefährlicher Auswirkungen entweder sicher auszuräumen oder öffentlich zu bestätigen: „Wir benötigen Klarheit durch unabhängige, für jeden Interessierten einsehbare Zahlen und Fakten. Es hat keinen Sinn, auf mangelnder Datenbasis ein möglicherweise trügerisches Gefühl von Sicherheit aufrecht zu erhalten.“

Die Studie findet man unter www.strahlentelex.de oder auf www.biss-braunschweig.de verlinkt.

BISS e.V.

Strahlentelex zum Geschlechterverhältnis am Nukleargelände

Dr. Hagen Scherb und andere Wissenschaftler vertreten anhand ihrer Studien die These, dass durch es durch erhöhte Radioaktivität zu einem verschobenen Geschlechterverhältnis bei den Geburten kommt, da während der Schwangerschaft weibliche Embryonen durch die Belastung mit ionisierender Strahlung absterben. Derartige Effekte können beispielsweise an diversen Atomkraftwerken und nach dem Tschernobyl-Unfall nachgewiesen werden.

2014 zeigte die Veranstaltung „Auswirkungen ionisierender Strahlung auf das Geschlechterverhältnis“ der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen, dass das Thema auch auf Bundesebene zur Kenntnis genommen wird.

Das „Strahlentelex“ (Juni 2015) veröffentlicht in seiner aktuellen Ausgabe (Juni 2015) den Aufsatz „Verschiebung des Geschlechterverhältnisses in der Nähe der Braunschweiger Nuklearfirma Eckert & Ziegler“, den BISS-Vorsitzender Dr. Thomas Huk auf Basis der Vorarbeit einer privaten Arbeitsgruppe verfasst hat.

Es bleibt zu hoffen, dass der darin enthaltene Appell zur Organisation weiterer Untersuchungen nicht ungehört verhallt. Dabei geht es nicht nur um das Geschlechterverhältnis, sondern auch um die Erhebung z.B. eines kleinräumigen (= straßenzuggenauen) Krebsregisters und ggf. weiterer gesundheitlicher Beeinträchtigungen, die durch Niedrigstrahlung beeinflusst werden können.

Durch diese Untersuchungen könnte eventuell der Anfangsverdacht gefährlicher Auswirkungen ausgeräumt oder – gegebenenfalls gerade noch rechtzeitig – offiziell bestätigt werden, bevor Eckert & Ziegler mit der geplanten neuen Halle Investitionen tätigt, die eine Rücksichtnahme auf die Gesundheit der Bevölkerung in den Hintergrund drängen könnten.

Infoabend online: Risiken durch Nuklearbetriebe im Wohngebiet

Der BISS-Informationsabend im Rahmen der bundesweiten "Atommüllalarm - Tatorte in Deutschland"-Kampagne vom 23.10.2014 ist größtenteils als Youtube-Video verfügbar. Zur Erinnerung: Der Physiker Wolfgang Neumann (INTAC Hannover) und der Mediziner Hartmut Heinz (IPPNW) hatten über Gefährdungen durch Niedrigstrahlung sowie über Gefährdungen bei Stör- und Unfällen auf dem Thuner Gelände referiert. Konkret:

  • Welche Risiken entstehen durch die Nuklearbetriebe in Braunschweig bei Störfällen oder Unfällen?
  • Welche Gefahren gehen von ionisierender Strahlung aus?

Schaut mal rein! (Achtung, Playlist - 6 aufeinanderfolgende Videos!)

Doku-Themen: Stromkonzerne und Fukushima

Warum? Wieso? Weshalb? - Vieles lässt sich besser verstehen, wenn man sich die Sachverhalte eingängig in einem Film erklären lässt.

So zum Beispiel zum Thema:

Klickt mal rein ...

 

Gutachter und Arzt für radioaktive Strahlung klären auf

- Pressemitteilung -

Gutachter und Arzt für radioaktive Strahlung klären auf

Gestern Abend in der Brunsviga hielten auf Einladung der BISS e.V. Dipl. Physiker Wolfgang Neumann (intac) und Dr. Hartmut Heinz (IPPNW) Vorträge über die Risiken radioaktiver Strahlung durch die Atombetriebe in Braunschweig-Thune.

Wolfgang Neumann (intac) und Hartmut Heinz (IPPNW)

Wolfgang Neumann (intac) und Hartmut Heinz (IPPNW)

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Vorträge zum Risiko durch die Strahlenbetriebe in Braunschweig

Am Donnerstag, den 23.10., veranstaltet die BISS im Rahmen der Herbstkampagne "Atommüllalarm - Tatorte in Deutschland" einen Fachexperten-Vortrag aus Physik und Medizin mit

  • Herrn Wolfgang Neumann (Dipl. Physiker und Fachexperte für Belange in der Atom-Industrie von der INTAC) und
  • Herrn Dr. Hartmut Heinz (Arzt und Mitglied bei der IPPNW).

Beginn ist um 19 Uhr, Veranstaltungsort ist die Brunsviga (Karlstraße 35, 38106 Braunschweig).

Themen:

  • Welche Risiken entstehen durch die Nuklearbetriebe in Braunschweig bei Störfällen oder Unfällen?
  • Welche Gefahren gehen von ionisierender Strahlung aus?

Schaut vorbei und informiert euch.

BISS e.V.

"Wunschkiste mit BISS" zum Nachhören

Wer am 31. Juli die Okerwelle-Livesendung "Wunschkiste" mit BISS-Mitgliedern verpasst hat oder sie einfach nochmal nachhören möchte, kann das zukünftig hier auf unserer Webseite tun (GEMA-bedingt bis auf die Musik). Wir danken Radio Okerwelle und dem zuständigen Redakteur/Moderator Wolfgang Altstädt für die freundliche Genemigung!

Wunschkiste 01_Jingle

Wunschkiste 02_Vorstellung_Grenzwerte_Musikauswahl

Wunschkiste 03_Engagement_Schlackesteine_undsoweiter

Wunschkiste 04_Atommüll_Medizin_Transporte

Wunschkiste 05_Störfälle

Wunschkiste 06_Unterstützung und Diffamierung

Wunschkiste 07_Ganz Braunschweig ist betroffen_Abluft_Alternativen_Wünsche_Visionen

Wunschkiste 08_Zwischenlagerfrage

Wunschiste 09_aktueller Stand_Buchlerantrag_Fehlentscheidung von SPD und CDU

Wunschkiste 10_Veranstaltungen_Rechtshilfefonds

 

 

Umweltminister will Nuklearfirma prüfen - Streit um Strahlungswerte in Braunschweig

Die Überschrift lässt es vermuten.

Es gibt intensive und umfassende Berichte über Eckert & Ziegler beim NDR. Ausgestrahlt ab dem 22. Juni in Hallo Niedersachsen, auf der Homepage des NDR und in den Radiosendungen des NDR.

Schaut mal hier rein:

Strahlung und Geschlechterverhältnis Thema bei Bundesgrünen

Die Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen veranstaltete am 07.04.2014 ein öffentliches Fachgespräch zum Thema "Auswirkungen ionisierender Strahlung auf das Geschlechterverhältnis" (hier geht's zum Kurzbericht mit Links zu den Beiträgen der Fachleute).

Für uns ist die Kenntnisnahme des Phänomens der "verlorenen Mädchen" auf Bundesebene interessant, weil wir in privater Recherche auch für Thune bzw. die nähere Umgebung des Braunschweiger Nukleargeländes eine deutliche "Mädchenlücke" ermittelt haben. Wir meinen, es reicht nicht, die vorliegenden Daten mit den bisherigen Modellen abzutun nach dem Motto: "Die Strahlung ist zu niedrig, um dafür verantwortlich zu sein". Der Zusammenhang zwischen ionisierender Strahlung und dem Geschlechterverhältnis muss endlich in unabhängiger Forschungsarbeit aufgeklärt werden. Öffentliche Fachgespräche sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

BISS Vortrag im SPD Unterbezirksausschuss

Am Montagabend hielt die BISS beim Unterbezirksausschuss der SPD einen Vortrag mit anschließender Diskussion.

Thema war die aktuelle Situation in Braunschweig Thune.

  • gefährliche Niedrigstrahlung
  • Kriminelle Entsorgung radioaktiver Abfälle in der ASSE
  • tägliche radioaktive Transporte, die wie ein Castor strahlen
  • das radioaktive Inventar
  • Plutonium in Thune
  • unsachgemäße Überwachung der Firmen und eine völlig überhöht erteilte Strahlengenehmigung durch das Gewerbeaufsichtsamt
  • radioaktive Emissionen über die Abluft
  • Gefahr eines Unfalls durch den Flughafen
  • Stresstestergebnis der Entsorgungskommission des Bundesumweltministeriums und Evakuierungsumkreis
  • Geschäftsmodell von Eckert und Ziegler
  • enormes Erweiterungspotential von Eckert und Ziegler im radioaktiven und baulichen Bereich
  • rechtliche Möglichkeiten der Einschränkung bis zur Umsiedlung der Firmen in Thune
  • aktuelle Planungen der Stadt begünstigen die Erweiterung von Eckert und Ziegler
  • Briefkasten-Firma von Eckert und Ziegler in  Braunschweig
  • die Folgen des Verwaltungsgerichtsurteils zugunsten von Eckert und Ziegler
  • Was rechtlich getan werden kann, dass die radioaktive Verarbeitung und Lagerung von Stoffen im Braunschweiger Wohngebieten und neben Schulen und Kindergärten verhindert wird!
  • die Resolution zweier SPD Ortsvereine gegen die Erweiterung von Eckert und Ziegler bzw. für eine Umsiedlung der Firmen

Wir kommen gern auch zu Ihnen.

Und bitte unterstützen Sie uns auch finanziell.

Danke

Das bisschen Zusatzstrahlung...?

Seitens der Firmen auf dem Gelände und des Gewerbeaufsichtsamtes wird häufig betont, dass die Thuner Anlage strahlungsarm sei und dass sämtliche Grenzwerte eingehalten würden. Dabei werden Sondergenehmigungen mit keinem Wort erwähnt. Deshalb denken viele Menschen, die Thuner Anlage sei ungefährlich, zumal man ja im Alltag auch Röntgenaufnahmen macht und Langstreckenflüge unternimmt. Außerdem strahlen manche Gegenden, auch in Deutschland (z.B. Schwarzwald) von Natur aus recht stark. Da scheint vielen die Niedrigstrahlung, wie sie von GE Healthcare / Buchler und EZN ausgeht, harmlos.

Wir kommen zu einem völlig anderen Schluss und bieten hier einen Überblick über die wichtigsten Informationen: Weiterlesen

Gefährlicher Müll, harmlose Medizin?

In Gesprächen wird der BISS häufig entgegengehalten, man unterstütze unseren Widerstand gegen Atommüll, aber die Medizinproduktion auf dem Gelände müsse von unserem Protest ausgenommen bleiben. Dabei setzen viele Menschen voraus, dass die Strahlung, die von den Medizinprodukten ausgeht, harmlos sei im Vergleich mit der Strahlung des Mülls aus Atomkraftwerken. Und weil die Medizin unbestritten tatsächlich Menschen helfen kann, weigert man sich unbewusst, den Standort ihrer Produktion infrage zu stellen. Weiterlesen

Strahlende Medizinfracht offenbar kein Atomtransport...?

Im Spiegel-Online-Bericht "Die verborgenen Wege der Atomtransporte" taucht Braunschweig bzw. Thune nicht auf. Dies wäre wenig erstaunlich, würde es sich dabei ausschließlich um Verbringungen von Brennstäben handeln. Es ist allerdings durchaus merkwürdig, dass der Artikel auf einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundesgrünen basiert, in der Thuner Nuklearfirmen mehrere hundert Mal erwähnt werden.

Dieselbe Drucksache setzte Anfang des Jahres die BISS auf die Spur der Urancontainer, die letztlich zum Nachweis mehrfach wöchentlich stattfindender Transporte von stark strahlendem Molybdän-99 bzw. Jod-131 führte. Messungen bei zufälligen Begegnungen mit Transportern der Firmen ergaben Werte, wie man sie in wenigen Metern Entfernung neben Castoren messen kann. In diesem Zusammenhang bestätigte das Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig der BIBS-Fraktion, dass an der Fahrzeugaußenwand sogar noch viel höhere Werte erlaubt seien, nämlich bis zu 2mSv/h (Millisievert pro Stunde). Zum Vergleich: Die natürliche Strahlung in Thune liegt bei ca. 0,08 µSv/h, Mikrosievert pro Stunde.

Transporter strahlen mehr als angenommen

Erneut begegnete ein Mitglied des BISS-Messungsteams an der Tankstelle einem weißen Transporter (FIAT Ducato, Langversion), der offenbar Fracht aus dem Medizinsektor transportierte. Wiederum wurde in 2 Metern Entfernung eine Messung mit einem handelsüblichen Geigerzähler vorgenommen. Dabei ergab sich ein Wert von 23,77 µSv/h. Das entspricht dem ca. 300-fachen der natürlichen Hintergrundstrahlung, wie sie für Thune typisch ist. Weiterlesen

Beispiel Schweiz: Zynischer Umgang mit Menschenleben

Der folgende Artikel zur Grenzwertberechnung bei radioaktiver Belastung spricht für sich selbst. Jeder Absatz beinhaltet neue Gedankenanstöße, und jeder, der in dieses Gebiet einsteigen will, sollte ihn gelesen haben. Von der Tatsache, dass Mitarbeiter in beurteilenden Behörden mit der Atomindustrie verbunden sind, über utilitaristische Berechnungen, die warnende Studien außer acht lassen, wird mit anschaulichen Beispielen unterfüttert dargelegt, weshalb die Grenzwerte so sind, wie sie sind - und eigentlich geringer sein müssten. Weiterführend könnte man beispielsweise nachlesen, wie im März 2011, nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima, die europäischen Grenzwerte für Nahrungsmittel heraufgesetzt wurden. Glücklicherweise hat man sie später wieder heruntergesetzt - aber selbst diese Werte sind, siehe oben, unbedingt anzuzweifeln.

EZN lädt ein ... zur Betriebsbesichtigung ... mit Ausnahmen ...

Die Einladung als PDF-Datei oder von der BISS hier als Text:                                               

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

die Firma Eckert & Ziegler lädt über Postwurfsendungen in den Stadtteilen Wenden und Thune die Bürgerinnen und Bürger zur Betriebsbesichtigung ein. Das entsprechende Schreiben liegt in digitalisierter Form im Anhang.

Folgende Termine werden für die Besichtigung angeboten:

1.) Dienstag, 06.11.2012, 14:00 - 17:00 Uhr
2.) Mittwoch, 14.11.2012, 14:00 - 17:00 Uhr
3.) Mittwoch, 21.11.2012, 14:00 - 17:00 Uhr
4.) Mittwoch, 28.11.2012, 14:00 - 17:00 Uhr

Bei starker Nachfrage sollen weitere Besichtigungstermine angeboten werden.

Personen unter 18 Jahre, Schwangere und Stillende sind von Besichtigung ausgeschlossen.

Alles weitere ist bitte dem Einladungsschreiben (s. Anhang) zu entnehmen.

Die Anmeldungen mit Namen und Geburtsdatum können auch per Email an Antonia Zischka <antonia.zischka@ezag.de> geschickt werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) e.V.