Die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) hat ein brandaktuelles Anliegen, das uns alle angeht:
„Es geht um die Zukunft der Menschen in der Region – und zwar vor allem die der zukünftigen Generationen.
Im Vorfeld der Kreistagssitzung am 5.10.2015 haben wir uns an die Mitglieder des Wolfenbütteler Kreistags gewandt. Es folgt der Wortlaut unseres Schreibens: …“
Am Sonntag, den 11. Oktober, lädt die Bürgerinitiative Strahlenschutz e.V. (BISS e.V.) mit drei Veranstaltungen gleichsam zu einem „antiatomaren Staffellauf“ in Braunschweig ein.
Um 10.00 Uhr startet sie mit einem Gottesdienst in der Wendener Kirche
Wendener Kirche St. Johannes Baptista
(Im Winkel, 38110 Braunschweig) in den Tag und widmet sich dem Thema „Bewahrung der Schöpfung“. Ausgestaltet wird der Gottesdienst gemeinsam mit dem Umweltbeauftragten der Landeskirche, Pastor Rolf Adler, und der Kirchengemeinde.
Sonntagsspaziergang
Um 14.00 Uhr geht’s weiter mit dem Sonntagsspaziergang rund um das Firmengelände von Eckert & Ziegler (Gieselweg 1; 38110 Braunschweig). Eingeladen ist das Büro Urbanista, welches derzeit für die Stadt Braunschweig das Dialogformat „Denk deine Stadt“ begleitet. Die BISS hat eine Menge Anregungen für das Zukunftsbild Braunschweigs!
Der Tag klingt aus mit den Asse- Konzerten in der St. Petri Kirche (Lange Str. 33, 38100 Braunschweig, gegenüber C1 und gegenüber dem neuen BZ-Haus).
ASSE-Konzert
Von 19.00 – 20.30 Uhr sind unter dem Motto „Wegweisen – mediative Klangmalereien und Lichtkunst“ die beiden Musiker Jan Bilk und Peer Triebler zu genießen.
Der renomierte Berliner Klang- und Lichtkünstler Jan Bilk – großen live-Projekte u.a. in der Staatsoper „Teatro Nacional Sao Carlos“ von Lissabon (Portugal) und beim Davos-Festival (Schweiz) – verwandelt unter dem Motto „Wegweisen“ mit Synthesizer, Musik- und Lichtcomputer und quadrophonen Soundinstallationen unterstützt vom Schlagzeuger Peer Triebler die Petri-Kirche in einen Licht- und Klangraum!
Der Eintritt ist frei, Spenden gehen zu gleichen Teilen an aufpASSEn e.V. und an die BISS e.V.
[Update]: die Firma Urbanista hat im Auftrag der Stadt Braunschweig die Umfrage „DenkdeineStadt“ vorbereitet und umgesetzt. Urbanista leitete unsere Einladung an die Stadt Braunschweig weiter. Die Stadt Braunschweig möchte nicht am Sonntagsspaziergang teilnehmen und hat unsere Einladung leider nicht angenommen.
Am 19. September tagte die Atommüllkonferenz. Unter anderem ging es dabei um die Praxis des „Freimessens“ radioaktiver Substanzen, die in der breiten Bevölkerung noch weitgehend unbekannt ist. Das Problem hierbei: die Möglichkeit des Aufsummierens von Radioaktivität.
Interessante Zusammenfassungen finden sich beispielsweise bei:
Beim Start zur „Denk Deine Stadt“-Veranstaltung der Stadt Braunschweig haben wir mit einer Kundgebung lautstark auf die spezielle Situation der veralteten Industrie- und Atom-Landschaft in Braunschweig-Thune hingewiesen.
Lautstarke BISS KundgebungDiskussionen an Rande
Die BISS wies in der Fragestunde mit OB Ulrich Markurth auf die besondere Situation der Stadt Braunschweig im Atom-Dreieck Schacht Konrad, ASSE und Eckert & Ziegler hin. Braunschweig hat die Verantwortung für den Schutz seiner Bürger und muss darum im besonderen Stellung gegenüber den Atom-Firmen in Braunschweig-Thune beziehen. Dieses Thema sollte jetzt auch Eingang in die Berücksichtigung bei der aktuellen und zukünftigen Stadtplanung finden.
Diskussion um Eckert & ZieglerInformationen zum Thema verteilen
Wir verteilten unseren aktuellen Flyer zum Status in Braunschweig-Thune und präsentierten Braunschweig ein unangenehmes Problem, dem die Stadt sich, neben vielen andern Problemen, auch stellen muss.
Was in Thune geschieht, betrifft die ganze Stadt und auch die Region.
Wir wünschen uns ein Braunschweig,
das seine Bürgerinnen und Bürger schützt.
Wir wünschen uns ein Braunschweig,
für das radioaktives Material neben Schulen, Kindergärten und Wohnhäusern nur noch eine befremdliche Erinnerung ist.
Wir wünschen uns ein Braunschweig,
das sich solidarisch zeigt mit der Region und ihr KEINEN Verschiebebahnhof für Schacht Konrad präsentiert und auch NICHT die passende Konditionierungsanlage dazu.
Stattdessen wünschen wir uns ein Braunschweig,
das seine Vorreiterrolle wahrnimmt und mutig verhindert, dass die Region zur Atommülltoilette der Republik wird.
Wir wünschen uns ein Braunschweig,
das auf Warnungen seiner Bürger hört,
ein Braunschweig, in dem Politik, Verwaltung und Experten aus der Bevölkerung einander als Partner wahrnehmen mit unterschiedlichen Aufgaben, aber demselben Ziel,
ein Braunschweig, das Bürger wahrhaft beteiligt und berechtigte Argumente wahrnimmt, bevor es zu spät ist.