Schon sehr bald werden wir direkt gegenüber dem „Buchler-Gelände“ mit den Atomfirmen GE Healthcare und Eckert & Ziegler auf unserem Plakatanhänger zwei neue Banner aufhängen.


Wer am 31. Juli die Okerwelle-Livesendung „Wunschkiste“ mit BISS-Mitgliedern verpasst hat oder sie einfach nochmal nachhören möchte, kann das zukünftig hier auf unserer Webseite tun (GEMA-bedingt bis auf die Musik). Wir danken Radio Okerwelle und dem zuständigen Redakteur/Moderator Wolfgang Altstädt für die freundliche Genemigung!
Wunschkiste 02_Vorstellung_Grenzwerte_Musikauswahl
Wunschkiste 03_Engagement_Schlackesteine_undsoweiter
Wunschkiste 04_Atommüll_Medizin_Transporte
Wunschkiste 06_Unterstützung und Diffamierung
Wunschkiste 07_Ganz Braunschweig ist betroffen_Abluft_Alternativen_Wünsche_Visionen
Wunschkiste 08_Zwischenlagerfrage
Wunschiste 09_aktueller Stand_Buchlerantrag_Fehlentscheidung von SPD und CDU
Wunschkiste 10_Veranstaltungen_Rechtshilfefonds
Wie jeden zweiten Sonntag im Monat fand auch dieses Mal unser Sonntagsspaziergang statt.

21 Teilnehmer informierten sich über den neuesten Stand zu den Themen Bebauungsplan, 24-Stunden-Schicht-Betrieb und Rechtshilfefonds.

Seit neuestem stehen weitere weiße Neutronenstrahlungsmesskugeln am Zaun von Eckert & Ziegler. Dieses Mal an der Verladerampe zur Atommüllkonditionierung für den eingehenden und ausgehenden Atommüll.

Und auch Hunde scheint es neuerdings zu geben. Zumindest wird vor ihnen gewarnt. Hoffentlich gibt es sie nur innerhalb des Zaunes.
Auf jeden Fall war mal wieder richtiges Sonntagswetter auf dem gesamten Rundgang und der selbstgemachte Kuchen schmeckte hervorragend zu den intensiv geführten Gesprächen.

Wir freuen uns schon auf’s nächste Mal.

Seit über einer Woche warten wir auf eine Antwort von der Bauordnung der Stadt Braunschweig zu unserer Anzeige über die Anlieferung von neuen Containern auf dem Buchler Gelände.
Obwohl die Bauordnung angewiesen hatte, dass 114 illegal auf dem Buchler Gelände stehende Container entfernt werden müssen, waren am 31.7. zwei leere neue Container auf das Gelände gebracht worden.
Trotz telefonischer Nachfrage bei der Stadt regt sich nicht viel zu diesem Thema.
Wir fragen weiter nach….

Die Firma Buchler möchte zukünftig das 4,5-fache (4500 Tonnen statt bisher 1000 Tonnen) an Chinarinde verarbeiten und daher demnächst auch in der Nacht und am Sonnabend arbeiten. Ein Lärmgutachten bestätigt allerdings, dass es bereits jetzt schon Überschreitungen der zulässigen Lärmpegel gibt, da die Wohnbevölkerung in direkter Nachbarschaft zum Industriegebiet lebt. Uns gegenüber haben sich Nachbarn seit Längerem über die Lärmbelästigung beschwert.
Obwohl sich der Stadtbezirksrat am 21.07.2014 mit den Stimmen der SPD, Grünen und BIBS klar und begründet gegen den Erweiterungsantrag aussprach, beschloss der Planungs- und Umweltausschuss im Stadtrat, dem Erweiterungsantrag der Firma Buchler zuzustimmen. Und damit eröffnet der Stadtrat der Firma „Eckert & Ziegler“ alle Rechte, ebenfalls auf diesem Gelände ihre Erweiterung rechtlich einklagen zu können und den Ausbau der Atommülldrehscheibe in Braunschweig voranzutreiben. Verantwortlich für diese Entscheidung sind von Seiten der Politik:
Nicole Palm (SPD)
Manfred Dobberphul (SPD)
Detlef Kühn (SPD)
Peter Edelmann (CDU)
Reinhard Manlik (CDU)
Jürgen Wendt (CDU)
Fritz Bosse (CDU)
Die oben genannten Politiker folgten der Argumentation von Stadtbaurat Heinz Leuer, der sich entschieden für eine Erweiterung Buchlers aussprach. Die Verwaltung war darüber hinaus durch die folgenden Fachleute vertreten:
Frau Pülz (Leiterin Abtlg. Stadtplanung)
Frau Geppert (Rechtsreferat)
Herr Schmidtbauer (Bezirksplaner)
Herr Mollerus (Stellenleiter Verbindl. Bauleitplanung)
Frau Costabel (Abteilungsleiterin Umwelt)
Frau Willert (Umwelt – Lärm- und Immissionsschutz)
Frau Ellenberger (Leiterin Referat Bauordnung)
Auf die von uns herausgearbeiteten Unstimmigkeiten im Buchler-Antrag wurde auf der Sitzung weder seitens der Verwaltung noch seitens der oben genannten Politiker eingegangen.
Auf die von uns geäußerte Sorge, dass durch die Buchler-Erweiterung die Veränderungssperre und der neue Bebauungsplan gefährdet sind, wurde von Herrn Leuer nur oberflächlich und damit wenig überzeugend geantwortet.
Der von der Stadt beauftragte Rechtsanwalt Dr. Schiller schrieb am 01. April diesen Jahres: „Vielmehr sollen durch die Planung (…) eine weitere Erhöhung der Belastungen für die angrenzenden Wohnstandorte und die (…) Schule bei einer weiteren Ausnutzung des festgelegten industriellen Standorts vermieden werden. Dies gilt nicht nur im Blick auf Immissionen durch Anlagen zur Behandlung von Abfällen. Generell soll die schutzbedürftige Wohnbebauung vor einer Zunahme an Emissionen von dem Industriestandort geschützt werden.“
Wir fragen uns: Wie passt das zusammen, wie konnte die Verwaltung hier dann so vehement den Buchler-Antrag verteidigen? Und: Wieso haben die oben genannten Politiker der Verwaltung hier offensichtlich blind vertraut und die durchaus vorhandenen kritischen Aspekte, die ja auch zur Ablehnung im Stadtbezirksrat führten, nicht (oder nicht hinreichend) berücksichtigt?